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Alle Rezensionen zu Phased
(Genre »Rock«, Land »Grenzgänger«)

 

A Sort Of Spasmic Phlegm Induced By Leaden Fumes Of Pleasure
(2009, Elektrohasch 13)

Dass Gewalt und Meditation bestens miteinander harmonieren, musste einmal demonstriert werden. Und Rohheit und Konzentration. Oder sogar Psychedelik und Deathrock? Ist alles möglich, denken sich Phased und machen sich unerschrocken zum verlassenen Außenposten am Rande der zivilisierten (Rock)Welt auf, wo Doom, Metal und Stoner Rock wie ein Rudel Kojoten durch windzerzauste, karge Steppenlandschaften streifen und sich dann zusammentun, wenn es sich lohnt, vereint Beute zu machen. Das Basislager von Phased befindet sich seit Ende der 90er Jahre in der Schweiz. Die Besetzung besteht nach einigen Wechseln aus einem Schweden, einem Scheizer und einem Finnen. »A SORT OF SPASMIC PHLEGM« ist bereits die vierte Veröffentlichung des Trios. In nur neun Tagen eingespielt und abgemischt, stehen Unmittelbarkeit, Härte und undbedingte Experimentierlust im Mittelpunkt dieser musikalischen Höllenfahrt.

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Gesangs-Parts sind bei dieser Aufnahme am mittelmäßigsten ausgefallen, Durchschnittsware. Richtig aufregend wird es dann, wenn es rein instrumental wird. Wenn in bester Progressive- und Postrock-Tradition im endlosen Ausufern, im ständigen Wiederholen musikalischer Leitmotive durch minimale Veränderungen eine hypnotische Sogwirkung entsteht. Richtig atemlos macht diese Tour de Force dann, wenn die Band bei Songs wie »Maelstrom« oder »I Come Toulouse« ins disziplinierte Jammen, ins hochkonzentrierte Improvisieren gerät und der Abgrund, in den man stürzen könnte, jederzeit in Sichtweite ist. Das Herz schlägt immer dann schmerzhaft, wenn es gefährlich wird. Phased riskieren viel. Und stürzen nicht ab. Was unbedingt für sie spricht. (emv)

 Phased: A Sort Of Spasmic Phlegm Induced By Leaden Fumes Of Pleasure

   

Music For Gentlemen
(2003, Lux-Noise 18279)

Phased gelten als Schweizer; tatsächlich besteht das Dreigestirn aber aus je einem Eidgenossen, Schweden und Finnen. Schlagzeuger Marko Lehtinen plus Basser Michael Greilinger (später erstzt durch Chris Walt) legen einen schleppenden Rhythmus hin, dazu klampft und singt das letzte Urmitglied Chris Sigdell. »Psychedelic Deathrock« spielen sie laut Band-Website auf dem Zweitling: eine spacige, punkige, heavy Stonerrock-Abwandlung.

Massig wummert der Bass, das Schlagzeug groovt; Chris lässt grimmige Riffs vom Stapel, spricht, schreit, kreischt seine Texte heraus. Das Trio verzichtet auf ausufernde Instrumentals, wechselt öfters Geschwindigkeit oder Klangbilder, und eine drückende Schwere lastet auf allen Songs. Häufiger fragt sich der geneigte Hörer jedoch irritiert, an welche Combo diese oder jene Melodie erinnert. Sei's drum: »MUSIC FOR THE GENTLEMEN« macht Spaß, rockt gehörig, und zeigt Abwechslung – jetzt nur noch bitte etwas mehr Ohrwurmcharakter. (nat)



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