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Alle Rezensionen zu Blindfold
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Blindfold
(2005, Resonant/SRD RESCD 013)

Ups! Eben noch den filigranen wie sensibel-sentimentalen Stücken von Jóhann Jóhannsson gelauscht und nun flugs rübergewechselt zu dem sachten Elektroniker Birgir Hilmarsson alias Blindfold. Auch hier entstehen im Nu illustre Klanglandschaften, die mal hallend schweben, mal auf der Stelle zu treten scheinen, bis sich der Nebel mit Wucht verzieht und die Welt aufs Neue entsteht.

Dabei gelingt es dem Könner wunderbar, harmonisch ineinander gewebte Klangteppiche immer wieder mit rhythmischen Fäden und Mustern zu durchziehen, die da klappern und rattern und ruckeln und zwirbeln und rascheln und einer möglichen esoterischen Hörweise galant die Grundlage entziehen. Ach – und zwei mehr als gute Bekannte sind begleitend auch dabei, die der Fan echter ergreifend stimulierender Musik von der Eisinsel schon lange in sein Herz geschlossen hat: Stafræn Hákon und seine Eminenz Prince Valium. (frk)



Siehe auch:
Jóhann Jóhannsson
Stafrænn Hákon
Sk/um
Prince Valium

 Blindfold: Blindfold

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ampop.co.uk/blindfold

   

Faking Dreams
(2009, Eigenverlag)

Es wäre unfair zu behaupten, Blindfold klänge wie Sigur Rós. Denn erstens steckt mindestens genauso viel Pink Floyd und amerikanischer Postrock in der Musik, und zweitens klingt Blindfold lediglich nach Island, nach anbrandenden und wieder abfließenden Wellen – so wie eben auch Sigur Rós nach Island klingt.

Die Band um Birgir Hilmarsson – der auch mit der Band Ampop und als viel beschäftigter Film-Komponist arbeitet – flirtet mit der typisch isländischen Melancholie, kleidet zartbitteren Trip-Pop in nebelgraue Gefühlswelten und liebt prallen Kitsch, ohne je kitschig zu sein. »FAKING DREAMS« klingt somit seltsam vertraut – was an den vollmundigen Melodien liegt – und doch immer neu – dank der Art, Sounds zu erzeugen und zu Songs zu schichten. Das ist Musik für Hörer, die sich schämen, A-ha wegen ihrer Stromlinienförmigkeit zu mögen, die aber ins Leere springen würden, wenn man sie nur bei der Hand nähme. (peb)



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