Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu The First Miles
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Ride Against The Wind
(2009, Little Bad Bear)

Trotz aller gegenteiligen Behauptungen populärer Frauenliteratur sind erwachsene Männsbilder der raubeinigen Sorte keineswegs herz- und gefühllos, was ihre Damenbekanntschaften angeht. Nein, Mädels, diese Kerle leiden ebenso wie ihr unterm Verlassenwerden, grausamen Lieben und destruktivem Beziehungswirrwar. Auf ihre eigene, erdige, handgemachte, countryeske Art. Ehrliche Häute eben. Auf ihrem Zweitling »RIDE AGAINST THE WIND« setzen die fünf Dänen nahtlos das fort, was sie seit Jahren umtreibt: die melancholische und gefühlvollen Bewahrung der urarmerikanischen musikalisch Tradition des modernen, urbanen Working-Class-Cowboys und Drifters, dessen eigentliches Zuhause heruntergekommene Diners und verlassene Hinterland-Highways sind.

Dass dieses Territorium von Meistern wie Johnny Cash oder Bruce Springsteen bereits ausreichend abgesteckt ist, ficht die Dänen nicht an. Sie wollen keine Neuerer sein, sie sind Bewahrer, die auf die vertrauten Strukuren setzen. Auf das vertraute Knistern eines Lagerfeuers in der Prärie. Auf schluchzende Gitarren, auf erdige Bässe, auf die sympathisch-rauhe Stimme von Sänger Jeppe Foldager. Daran können wir uns Hände und Herz wärmen. Das ist nicht wenig. (emv)

The First Miles: Ride Against The Wind

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.thefirstmiles.com

   

Aim For The Heart, Go!
(2005, Little Bad Bear/EMI 3.11431.2)

Wim Wenders und das dänische Quintett The First Miles haben eines gemeinsam: eine große Affinität zu den USA. Highways, Diners und verlassene Bahnübergänge zieren das mit künstlichen Kaffeeflecken (!) gesprenkelte Album-Booklet. Der Musikstil der Band aus Aalborg kann unbesorgt mit Country-Pop umschrieben werden. Slide-Gitarren schluchzen, ab und zu geistern eine Mundharmonika oder ein Banjo durch die Songs – aber das Prägende ist die dunkle, heisere Stimme von Jeppe Foldager. Und in der Liga spielen nun mal Künstler wie Chris Rea oder gar Joe Cocker – im Vergleich dazu gelingt es den Dänen nicht, wirklich eigene Akzente zu setzen.

Brechende Herzen und scheiternde Liebesbeziehungen sind der Dramenstoff, der in menschenleeren Marlboro-Man-Landschaften bestens gedeiht. The First Miles liefern hier grundsolide und Radioformat-kompatible Songs mit leichter Tendenz zum Kuschelrock ab, die nett anzuhören sind. Aber so richtig wird man den Eindruck nicht los, dass die Fünf auf den ersten Meilen ihrer Karriere noch nicht so richtig zu sich gefunden haben. (emv)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel