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Alle Rezensionen zu TV-Resistori
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Intiaanidisko
(2004, Fonal Records FF-35)

Diese Melodien hüpfen federnd wie ein Gummiball über den Grundschul-Pausenhof. Fröhlich-naiver Kindermelodika-Pop für die schwerelosen Tage des Lebens aus Finnlands heimlicher Pop-Hauptstadt Turku. Das Quintett TV-Resistori übt sich auf seinem Debütalbum »Intiaanidisko« (Indianerdisco) in der Kunst des Staunens mit großen Augen. Und führt – ähnlich wie die Turkuer Bandkollegen von Wojciech – die Melodika als Ernst zu nehmendes Instrument in die Klangwelt des Pop ein. Was natürlich jede Menge mit leichter Verschrobenheit zu tun hat.

Erinnert sich noch jemand an die legendären Young Marble Giants? In die Richtung geht es hier. Und aufgepasst: Einfach gestrickt scheinen die Songs nur beim ersten Hören. Der charmante Dilettantismus ist nur Pose; dahinter verbergen sich ausgetüftelte Strukturen. Ein beherztes Experimentieren mit elektronischem Sounds findet sich hier und eine Lust an Spielautomatentönen, wie Desert Planet sie nicht besser zelebrieren könnte. TV-Resistori entwerfen den Soundtrack für die bunten Traumfetzen kurz vorm Aufwachen. Und die sind unberechenbar und ungeordnet und ziemlich spannend. (emv)



Siehe auch:
Wojciech
Desert Planet
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 4

 TV-Resistori: Intiaanidisko

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tv-resistori.com

   

TV-Resistori
(2011, Fonal Records FR-77)

Die kleine, die zärtliche Form ist die eigentliche Daseinsform des Lo-Fi-Pop, das Schlendern seine Gangart, das Untertreiben seine Attitüde. In diesem Sinne sind TV-Resistori typische Bescheidenheits-Popper. Klingt das langweilig? Bloß nicht! TV-Resistori sind gleichzeitig keck und putzmunter, um diese altmodischen Adjektive zu bemühen. Das konsequent auf finnisch singende Quartett aus Turku hat sich ein halbes Jahrzehnt Zeit gelassen mit der Veröffentlichung des dritten, selbstbetitelten Albums und ist dabei ein Stück erwachsener geworden. Vorbei sind die Zeiten des naiven, handgemachten Sandkastenpops. Ein selbstbewusstes Piano gibt jetzt mit selbstverständlicher Eleganz hier den Ton an. Gibt einen hübschen Rahmen für die Boy-Meets-Girl-Dynamik zwischen Päivi und Ykä ab, den beiden stimmlichen Protagonisten.

Ein gerade tropisches Flirren liegt in der Luft, ein Hauch von Südstaaten-Banjo-Seligkeit und eine Prise süße Ipanema-Melancholie, alles sehr direkt und sehr sinnlich. Es ist simples, beschwingtes Geschichtenerzählen, was die Vier hier auf gehobenem Niveau praktizieren, beschwingtes Alltagsabenteuertum. Belle And Sebastian winken aus Glasgow gen Turku und beklatschen den sanften Eigensinn der Songs. Zum vielleicht schönsten Track »Koputan Puuta« möchte man gleichzeitg tänzeln, lächeln und eine kleine Träne verdrücken. Gelassenheitspop ist das neue Cool. (emv)



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