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Alle Rezensionen zu Acid House Kings
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Sing Along With Acid House Kings
(2005, Labrador LAB075)

Süßspeisen-Pop. So wie eine mehrstöckige, mit allerlei Kitschkram bestückte Hochzeitstorte. Aber so cool im angesagten 60ies-Retro-Sound, dass der Gesamteindruck völlig sophisticated wirkt. Acid House Kings, das mit dem Gründungsdatum 1991 heute bereits zu den Paten des Anorak-Pop zählende Quartett, spielt sehr geschickt mit Versatzstücken aus braven Motown-Girlsbands, ein bisschen Belle & Sebastian, Schlageranklängen, Bezügen zum Chanson und einer kleinen Verbeugung vor Astrud Gilbertos Bossanova-Stil.

Wer sich Frühlingsgefühle im November bewahren will, dem sei »SING ALONG WITH«, das vierte Album der Schweden, ans Herz gelegt. Schon allein deshalb, weil die Band so wohlmeinend ist, eine Karaoke-CD beizulegen, damit die treuen Fans die schlimmsten Winterdepressionen einfach wegsingen können. Wer aber nach zu viel Torte zur Abwechslung auch nach einer Essiggurke verlangt, sucht hier vergebens. Und manchmal schrammen die sehr geschickt und liebevoll arrangierten Drei-Minuten-Songs mit ihren Boy-Girl-Happy-End-Naivität haarscharf an der Grenze zur Zuckervergiftung vorbei. (emv)



Siehe auch:
Verschiedene: Labrador 100

 Acid House Kings: Sing Along With Acid House Kings

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/acidhousekings

   

Music Sounds Better With You
(2011, Labrador/Broken Silence LAB137)

Wie es in den vergangenen sechs Jahren ohne die Acid House Kings erfolgreich Frühling werden konnte, muss ein Rätsel bleiben. Das Aushängeschild des schwedischen Pastelpop-Labels Labrador hat sich lange rar gemacht: Um 2011 beschwingt wie ein Windstoß voller Kirschblütenduft triumphierend ins Twee-Pop-Land zu zu steppen, zu swingen und vom Boden abzuheben. »MUSIC SOUNDS BETTER WITH YOU« ist eine einzige Ode auf positive Boy-Girl-Vibrations, unverwechselbar in Szene gesetzt von den Gebrüdern Angergård und der Chanteuse Julia Lannerheim. In bester 60ies-Swinging-London-Seligkeit. Plus augenzwinkernder Keckheit und urbanem Schick. Dass das Trio hier und da flüchtige Abba-Zitate ins Spiel bringt, verstärkt den intelligenten Spaß nur noch.

Streicher packen uns in Wattewölkchen, Gitarren schmeicheln lockend, Hammondorgeln betören. Was den eigentlichen Reiz hier ausmacht, ist das Balancieren zwischen fragilen Gefühlszuständen. Sind wir nur gute Freunde oder sind wir schon verliebt? Uhuu-Chorgesänge mögen auf die rechte Spur helfen. Aber alles funkelt doch schon, seht ihr das nicht? Zu diesen Tönen muss frau unbedingt ein knapp übers Knie reichendes Kleines Schwarzes tragen. Und katzenhaft dazu lächeln. (emv)



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