Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Britta Persson
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Top Quality Bones And A Little Terrorist
(2006, Amigo/Bonnier AMCD 2042)

Aah! Echt? Hmhm! Und der Rest ist Schweigen. Denn was soll man zu Britta Perssons CD Fundiertes sagen? Da ist wieder ihre helle, manchmal fast näselnde Stimme, die sich sogar nicht um Popstandards schert. Da schlägt sie nachlässig und präzise die Akkorde an, im Hintergrund diesmal begleitet von einer kleinen, feinen Band. Ja, andere würden jetzt ein wenig ins Orchestrale ausweichen. Würden sich verführen lassen, auf den Putz zu hauen. Trommelwirbel, Gitarrensoli, Trompetengeblase und so. Aber Britta nicht. Britta bleibt Britta.

Da gibt es einen rauen, von einem hart angeschlagenen Klavier garnierten Song. Und auch ein flottes, huschiges, elektrisches Popstück gönnt sie erst sich und dann uns. Plus die eine und andere ans Herz gehende Ballade, schleppend und unendlich traurig eingeschrammelt, als habe sie diese im Liegen mal eben eingesungen. Und wenn dann noch Kristofer Åström sich kurz vorbeugt, um begleitend ins Mikro zu hauchen – ach, spätestens dann ist das Glück und nichts als das Glück perfekt. (frk)



Siehe auch:
Kristofer Åström
Bad Hands

Britta Persson: Top Quality Bones And A Little Terrorist

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.brittapersson.com

   

Current Affair Medium Rare
(2011, Razzia/Soulfood SLN004)

Ein Hauch von Zickigkeit steht jeder Frau. Die schwedische Chanteuse balanciert auf ihrer vierten Veröffentlichung »CURRENT AFFAIR MEDIUM RARE« gekonnt auf der Schnittstelle zwischen Mitzwanziger-Laisser-Faire und drohendem 30er-Erwachsenwerdenmüssen. Britta Persson gibt sich auf ihrem ersten »richtigen« Studioalbum härter und desillusionisierter. Die Frau mit dem grenzwertigen Haarschnitt optiert für Unberechenbarkeit. Lebt wohl, ihr Bärchen und Blümchen. Per Nordmark von Fireside und Matias Oldén von Logh bringen als Produzenten die neue Düsternis zum Leuchten.

Der allzu heilen Lo-Fi-Popwelt sagt die Persson brüsk adieu, ohne lange zurückzublicken. Eckiger und tanzbarer sind die neuen Stücke ausgefallen, eigenwilliger und ironischer. Lass es raus, Baby, scheint sie sich selbst zuzurufen, auf munteren Kabinettstückchen wie »Toast To M« oder »Big Fuss« , die mit flotten Tempiwechseln überraschen. An der Dame wird sich noch mancher Kerl die Zähne ausbeißen. (emv)



Siehe auch:
Fireside
Logh

   

Kill Hollywood Me
(2008, Make My Day/Alive mmd 029)

Gut zuhören können ist gut. Den Vorbildern respektvoll Referenz erweisen auch. Aber ach! Britta Persson aber hat auf ihrer zweiten Veröffentlichung »KILL HOLLYWOOD ME« wohl zu ausgiebig den Damen Vorgängerinnen gelauscht. »Das kenn ich doch genau von irgendwoher«, grübelt die Rezensentin und wühlt ganz hinten in ihrem Plattenschrank. Und wird bei Edie Brickell fündig, der US-Folkchanteuse, die Ende der 80er Jahre einigen verdienten Erfolg hatte, bevor sie Paul Simon ehelichte und in der Versenkung verschwand.

Edie und Britta könnten mit 20 Jahren Abstand Zwillingsschwestern sein. Die gleiche eigenwillige Verträumtheit. Das gleiche Talent, die Absonderlichkeiten des Alltags mit schlunzigem Charme zu beschreiben. Diese gewisse souveräne Verschmitzheit. Und die exakt gleiche Stimmlage. Nichts für ungut, Frau Persson: Der Zweitling ist professionell komponiert und kundig-liebevoll arrangiert – aber die Priorität Nummer Eins für Album Nummer ist klar: eigenständiger werden! (emv)

   

Found at Home
(EP, 2005, Startracks/Rough Trade STAR 12795-2)

Woher kennt man Britta Persson? Sie ist auf Kristofer Åströms genialer CD »LOUPITA« zu hören – und zu genießen. Auch hat sie als Support auf dessen letzter Tournee die Kritiker erst zum Schmelzen, dann zum Weinen gebracht. Zu recht, wie die erste EP zeigt. Fünf Songs nur, ihr Gesang und ein wenig Gitarre.

Manchmal rappelt noch etwas zart Geschlagenes im Hintergrund, mal perlen wenige Keyboardtöne im Ungefähren, und einmal ist Åströms dunkle Stimme sehr kurz zu hören. Dieser entschiedene Minimalismus passt perfekt zu ihrem leicht spröden, leicht gebrochenen Gesang und setzt ihren Liebesliedern die Krone auf. Anders gesagt: Sollte es Gott geben, dann sitzt er in diesem Moment auf einer Wolke über Stockholm und drückt sich die Kopfhörer fest auf die Ohren, damit er nicht einen Ton verpasst. (frk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel