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Alle Rezensionen zu The Hellacopters
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Head Off
(2008, Wild Kingdom KING050-CDL)

»HEAD OFF« ist das Abschiedsgeschenk an die Fans: Die Hellacopters planen nach der zugehörigen Tour aufzuhören. Abgang mit Ansage. Den Vorgänger zierte jedenfalls der bessere Name für ein letztes Album – und an genau dieses »ROCK & ROLL IS DEAD« knüpfen die Schweden hier an. Aber: »HEAD OFF« ist ein Coveralbum …und keiner hat's bemerkt: Zum einen klingen die Stücke im 60er/70er Gewand sehr nach Nicke Andersson und Mannen, zum anderen huldigen sie mit ihrem Siebtling eher unbekannten, vergessenen Bands.

Die Quellen der Inspiration heißen Demons, New Bomb Turks, The Royal Cream, Powder Monkeys, Gaza Strippers, The Maharajas oder Peepshows; von ihren Landsmännern The Turpentines und Ex-Labelkollegen bei White Jazz Records stammt »No Salvation«, dem ein gewisser Hanoi Rocks-Touch anhaftet. Rescue von Dead Moon ähnelt stellenweise einer schnelleren Version von Blue Öyster Cults »Don't Fear The Reaper«. So ziehen die Hellacopters zum Abschied den Hut vor ihren Kollegen, statt sich die Eier zu schaukeln – und das mit einer verdammt coolen Scheibe. Respekt. (nat)



Siehe auch:
Hanoi Rocks
The Royal Cream
Mattias Hellberg
Diamond Dogs


Zur DVD-Rezension über The Hellacopters

The Hellacopters: Head Off

   

Rock And Roll Is Dead
(2005, Stockholm/Universal 06024.9871238)

»Am Anfang dachte ich schon, das Album würdeschizophren klingen«, gesteht Sänger und Gitarrist Nicke Andersson. »Aber die Tatsache, dass wir zusammen spielen, verbindet alles irgendwie. Tolle Alben sind facettenreich«. Tatsächlich liegen Meilen zwischen dem eher punkigen Debüt »SUPERSHITTY TO THE MAX!« und »ROCK & ROLL IS DEAD«: Der Refrain des Openers »Before The Fall« erinnert an »Surfin' USA« der Beach Boys, und »Bring It On Home« rockt und rollt, dass Jerry Lee Lewis plus Chuck Berry ihre Freude dran hätten.

Gelegentlich spicken die Stockholmer ein bluesiges Stück mit klassischen Hellacopters-Riffs wie in »No Angel To Lay Me Away« oder wandeln sogar auf souligen Pfaden mit Gospel-Touch. Ein geniales, vorwärts stürmendes Werk zum fast elfjährigen Bandbestehen, garniert mit Gastgesang von Howlin Pelle Almqvist (The Hives) und Matthias Bärjed (The Soundtrack Of Our Lives) an der Klampfe. (nat)



Siehe auch:
The Hives
The Soundtrack Of Our Lives

   

Strikes Like Lightning
(EP, 2004, Polar/Universal 986.908-2)

Zur Feier ihres Zehnjährigen und als Vorspeise fürs Studioalbum servieren die Höllenschrauber die »STRIKES LIKE LIGHTNING«-EP. Der Opener »Turn The Wrong Key« schlägt noch nicht in die erwartete Schweinerock-Kerbe – dafür treten die Schweden ihren Hörern bei »Blinded By The Light« kräftig in den Allerwertesten.

Bis auf »A View From Nowhere« – dessen Anfang verdächtig nach »Don't Fear The Reaper« klingt – verabreichen sie eine großzügige Dosis Highspeed-Rock'n'Roll. Möge bei den Hellacopters zukünftig immer genauso dreckig der Punk abgehen wie beim letzten Track »On The Line«. (nat)



Siehe auch:
Entombed

   

Cream Of The Crap! Vol.2
(2004, Polar/Universal 981.319-8)

Die Hellacopters öffnen nach »CREAM OF THE CRAP VOL.1« zum zweiten Mal ihre Schatzkiste: Schwer, und wenn dann für Unsummen auf Vinyl erhältliche Juwelen wie Split-EPs oder B-Seiten von den punkigen Rotzrock-Frühstunden '95 bis zum melodischen Millennium türmen die Schweden hier auf.

Da funkelt »Slow Down«, da glitzert »Ghoul School« und strahlt »Holiday Cramps«, und bei einigen Tracks betätigt sich noch Ex-Gitarrist Dregen (nun Backyard Babies) als Goldschmied. Mehrere echte (Cover)Perlen schillern ebenso hindurch wie das für ein Misfits-Tribute aufgenommene »Bullet«, das »Ain't Nothin' To Do« der Dead Boys oder Black Sabbaths »Dirty Women«. Kaufen! (nat)



Siehe auch:
Backyard Babies

   

By The Grace Of God
(2002, Island/Universal 06498-2)

Mit ihrem fünften Album »BY THE GRACE OF GOD« präsentierte die schwedische Rock'n'Roll-Institution ihre zweite Veröffentlichung bei einer großer Plattenfirma. Opener und gleichzeitig erste Single »By The Grace Of God« zeigt, dass der dreckige »Schweinerock« von einst einmal einer Tiefenreinigung unterzogen wurde.

Sehr sauber sind die Melodien und die Instrumentierung geworden. Trotzdem rocken die Gitarren, klimpert das Piano, und mit den oft mehrstimmigen Vocals entstanden 13 eingängige Songs - prädestiniert für Partys und Gelage der härteren Gangart, sowohl musikalisch als auch alkoholisch. Wer braucht da noch musikalischen Fortschritt? (chd)



Siehe auch:
The Flaming Sideburns

   

High Visibility
(2000, Polydor/Universal 159737-2)

Play it loud! Wer »HIGH VISIBILITY« für zu brav erklärt, kann die vermeintlich fehlende Bissigkeit durch entsprechende Lautstärke wettmachen. Einfach gestrickt, doch voller eingängiger Melodien rockt und rollt das vierte Album der Höllen-Schweden um Nicke Andersson.

Es besitzt Hits wie »Toys And Flavour«, und etliche Refrains bleiben sofort hängen: Mitgrölen wird leicht gemacht bei »Baby Borderline«. Immer wieder klimpern Keyboards, die die harten Rockstücke auflockern: Bei »I Wanna Touch« jamt Jerry Lee Lewis mit Motörhead und AC/DC. Dem ergötzenden Retrorock seine Ohren zu leihen lohnt sich – aber laut. (nat)



Siehe auch:
Bad Hands

   

Supershitty To The Max
(1996, White Jazz Records/Music Networks Group JAZZ001CD)

»You fucking bore me!« Damit kann unmöglich dieses Hellacopters-Frühwerk gemeint sein. Noch in der Originalbesetzung mit Backyard Babies' »Donner-Dregen« an der Gitarre – und Gesang bei »Didn't Stop Us« – sorgen eine Handvoll Punks für Action.

Von »(Gotta Get Some Action) Now!« bis »Spock In My Rocket« zeigen Nicke Hellacopters Nordmänner, was knallharter Punkrock bedeutet: »SUPERPUNKY TO THE MAX« wäre der bessere Titel. Einziger Wermutstropfen: »It's Too Late« ist nur auf der Vinyl-Ausgabe zu hören. (nat)



Siehe auch:
Hellacopters Rockabilly Tribute
Dregen



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