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Alle Rezensionen zu Sanagi
(Genre »Pop«, Land »Grenzgänger«)

 

Mish Mash
(2006, House of Audio HOA 222530)

Wer das Duo Sanagi nicht in sein Herz schließt, der hat keines, sondern nur einen gut durchbluteten Muskel, der ihn am Leben hält. Denn was Robin Sato da auf ihrem Debüt aus den Instrumenten zaubert und wie Lene Toje diese Ausbeute gesanglich erhöht, ist nicht allein fachlich erste Liga – das ist mehr noch bezaubernd und zauberhaft. Die Mittel, derer man sich bedient: eindringliches Trip Hop-Getrippel, treffsichere Soundschleifen, die auch mal rückwärts laufen und eben immer wieder der Gesang, leicht spröde und dabei kraftvoll und nie mädchenhaft.

Ausgehend von der Überzeugung, dass erwachsene Hörer weit mehr als eine musikalische Stimmung aushalten, legen sie ihr Spektrum recht breit an: Es gibt ultranette Partyfetzer und kleine verspielte Anleihen aus den Tagen, als der New Wave eine illustre und innovative Experimentalsparte bereit hielt. Es gibt elegische Weisen und klug-verschachtelte Stücke, die ihre Wurzeln im aktuellen E-Jazz haben. Und selbstverständlich kennen die beiden, die sich in Liverpool kennen gelernt haben und heute überwiegend in Berlin leben, ihren Brecht/Weill. Weshalb die beiden völlig zu recht sagen: »We Are A Hyprid Band.« (frk)

 Sanagi: Mish Mash

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.sanagi.co.uk

   

Sailing The Seven Seas
(2007, Traumton 903772)

Spätestens an der Stelle mit »Thought-Spinner Tom« ist klar, dass der Hase hier etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Wo gerade noch Elektronika fröhlich fiepten, setzen nun sprunghafte Vocals ein, bevor das Kuddelmuddel mit einem Sammelsurium an Spielarten der Popkultur erst so richtig beginnt: Tubageschnaufe, Elefantentröten, Klingelgebimmel. Dass die Orientierung hier und da mal flöten geht, ist logische Konsequenz, verbreitet aber dafür auch durchgängig enormen Spaß.

Einmal wieder Kind sein – mit Sanagi leichtgemacht. Das neue Album ist ein bisschen gradliniger und elektronischer als das Debüt, aber nicht unbedingt leichter zu fassen. Um alle Ideen dieser Platte zu skizzieren, müsste man wohl ein Fußballfeld vollkritzeln. Und wenn man so denkt wie Sanagi, wäre das sogar die logischste Sache der Welt. (maw)



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