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Alle Rezensionen zu Bazar Blå
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Twenty
(2016, bazarpool CD015)

Quantitativ ist der Output von Bazar Blå nicht allzu beeindruckend: In 20 Jahren ihres Bestehens (daher auch der Titel der CD) haben sie es gerade auf sechs Tonträger gebracht. Qualitativ sieht die Sache anders aus: »TWENTY« ist ein ebenso großer Wurf wie seinerzeit »NYSCH«. Der Sound des Trios ist nach wie vor einzigartig.

Johan Hedin spielt verschiedene Nyckelharpa, auf unterschiedliche Weise zudem: Er streicht, zupft, spielt Akkorde und klingt entsprechend nach Geige, Gitarre oder ganz eigen. Björn Meyer spielt diverse akustische und elektrische Bassgitarren sowie Bass-Mandola, auch er kann seine Sounds den Stücken anpassen und auch sehr variabel spielen. Das gilt nicht minder für Fredrik Gille an verschiedensten Percussion-Instrumenten. Zusammen fühlt sich das an wie viel mehr als drei Instrumente, und die Musik klingt nach ganz viel mehr als schwedische Volksmusik. Diese ist lediglich die Basis, Hedin forscht ständig nach alten Volksweisen und überlieferten Tänzen, die drei Musiker haben aber die halbe Welt bereist und überall etwas mitgenommen: Gille klangerzeugende Geräte, Meyer Ideen und Inspiration. Das alles bringen sie auf sehr eigene Weise unter einen Hut, manchmal sehr ruhig, manchmal lebhaft sprudelnd. Aber immer hat die Musik von Bazar Blås einen schönen, klaren Flow, und immer bleibt sie irgendwie schwedisch. Grandios beispielsweise Hedins Komposition »Stillheten«, das sich kontemplativ um eine melodische Figur dreht und sich dennoch permanent weiterbewegt. (tjk)



Siehe auch:
Maria Kalaniemi
Bäckström / Hedin / Knutsson

 Bazar Blå: Twenty

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.bazarbla.com

   

Nysch
(2006, Xource/Music Networks Group XOUCD 140)

Sie selbst nennen es »Transglobal Tripfolk«, weil halt nun mal alles ein Etikett braucht. Und weil Bazar Blå betonen wollen, dass ihre Musik – obwohl den folkloristischen Traditionen verhaftet – sich gern von allem beeinflussen läst, was ihnen zu Ohren kommt: so etwa laut Booklet-Text ein Minaret-Sänger in Teheran, Fahrstuhlmusik in einem Stockholmer Hotel oder Radio-Gequäke in einem Taxi in Bombay.

Das schwedische Trio gibt sich kosmopolitisch, und genau das erzeugt den Reiz von »NYSCH« – was die Kurzform sein soll für »den Nya Schottisen«, eine neue Form dieses alten schwedischen Volkstanzes. Dementsprechend sind Nyckeharpa-Spieler Johan Hedin (u.a. auch tätig für Maria Kalaniemi), Bassist Björn Meyer und Perkussionist Fredrik Gille immer dann am besten, wenn sie sich treiben lassen und quer durch Jazz und alle Facetten der Weltmusik drauf los improvisieren – natürlich trotzdem immer mit schwedischer Folk-Bodenhaftung. (peb)



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