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Alle Rezensionen zu Adjágas
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Adjágas
(2005, Trust No One TMR027)

Mari Boine gehört zu den Fans des Duos, und das setzt die Messlatte hoch. Lawra Somby und seine Kollegin Sara Marielle Gaup gehören jedenfalls zu einer jungen Joik-Generation, die direkt von ihren Eltern gelernt haben, und das lässt hoffen, dass die Traditionen nicht aussterben, sondern eine zeitgemäße Weiterentwicklung erfahren. Ihre Herangehensweise zeugt von Unvoreingnommenheit und Frische: Mal vermittelt ein vorwitziges Banjo samt schleppenden Stomp-Drums etwas Blues-Flair, dann wieder lassen Tremolo-Gitarren sechsminütige Balladen à la »Rievdadeapmi« (Veränderung) wie im Flug vergehen.

Die Texte? Das Übliche: emotionaler Überschwang, Natur-Meditationen und Freiheitsdrang oder einfach die Gedanken eines geistig verwirrten Sami, der sein Lávvu im Wald statt wie sonst üblich auf einer Anhöhe mit guter Aussicht aufgestellt hat: »How in the world did I get here, how mysterious that I got here?«, so die englische Übersetzung. Auch wenn die Stimmen von Lawra und Sara noch nicht ihre volle Souveränität erlangt haben: Die guten Songs und die durchweg hervorragende Instrumentierung zeigen, wie Joiks modern klingen könnten unter Bewahrung ihrer Glaubwürdigkeit. (peb)



Siehe auch:
Mari Boine

 Adjágas: Adjágas

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.trustmerecords.com/adjagas.htm



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