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Alle Rezensionen zu Anders Dahl
(Genre »Avantgarde«, Land »Schweden«)

 

Hundloka, Flockblomstriga 1
(2006, Häpna H.27)

Wenn Musik Aggregatzustände hätte, wäre das Debut des Schweden Anders Dahl wohl gasförmig. Gitarre und Bouzuki, Violine und Klarinette, Blockflöte und Perkussion, präparierte Lautsprecher und Computer sind die Elemente, aus denen er auf »HUNDLOKA« eine dreiteilige Klangwolke entstehen lässt. Meist flächig und sphärisch, mit hohem, aber nicht unangenehmen Geräuschanteil entfaltet die Musik schnell einen Hörsog; man verirrt sich gern zwischen den Partikeln. Henrik Olsson steuert auf dem zweiten Track metallische Perkussion bei, und beim letzten Track kommt noch körniger, zerstäubter Computer-Sound hinzu. Trotzdem kreisen die 40 Minuten stets um zentrale Töne und Akkorde, die mal im Rauschen und Knistern verschwinden, mal zu fast reinen Sinustönen ausdünnen.

Irgendwie ist was dran am Titel »Hundloka« (schwedisch für »Wiesenkerbel«), so wie die Musik wuchert und sich nach allen Seiten multipliziert. Gleichzeitig ist sie so etwas wie ein musikalischer Vor- oder Zwischenzustand, kreist um sich selbst, droht manchmal fast zu verschwinden. Eine Musik, die dafür gemacht zu sein scheint, den Sonnenflecken beim Wandern über die Tapete zuzusehen. (sep)

Anders Dahl: Hundloka, Flockblomstriga 1

Offizielle Website

Offizielle Website      www.underhund.com/anders/



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