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Alle Rezensionen zu Sophie Dunér Quartet
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

The Rain In The Spain
(2006, CIMP #341)

C.I.M.P. bedeutet Creative Improvised Music Project; dahinter verbirgt sich eine Record Company mit besonderem Anspruch an die Aufnahmetechnik: mit bestmöglichen Mikrophonen direkt aufs Master, ohne Hall und andere Effekte, ohne großes Abmischen oder Bearbeiten. Das heißt: Alles klingt, wie es original klingt. Klingt prima, allerdings ziemlich leise, worunter besonders der Kontrabass leidet.

Ebenso ungewöhnlich wie das Label und dessen Aufnahmetechnik ist die Schwedin Sophie Dunér; sie ist viel mehr als eine (Jazz-)Sängerin. Mit einer ungeheuren Bandbreite an stimmlichen Möglichkeiten und noch mehr Phantasie erschafft sie ihr eigenes Song-Universum zwischen Jazz, Chanson, Folk und fast Poetry Slam-geeigneten Songs, schräg und gewöhnungsbedürftig. Und mit einer Vorliebe für Duke Ellington, der angesichts ihrer hochinteressanten Versionen von »Caravan«, »Lush Life« und »Paris Blues« die Ohren gespitzt hätte. Ihre eigenen Stücke heißen »Jack The Ripper«, »The Multiple Useful« oder »Two Time Losers« und klingen auch so. Nicht ganz so abgedreht agieren Gitarrist Rory Scott, der feine Percussionist Kahlil Kwane Bell und Bassist Matt Penman. Und wenn man für Sophie Dunér schon eine Schublade braucht (Pardon, Sophie!), dann diese: Ani DiFranco mit Hut, bloß anders. Jazziger. (tjk)

Sophie Dunér: The Rain In The Spain

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.sophieduner.com

   

The Sophie Dunér String Quartet
(2008, Eigenverlag)

Endlich hat Sophie Dunér ein passendes Gewand gefunden für ihre in keine Schublade passenden Songs, die scheinbar von hinten durch die Brust ins Auge treffen. Ein veritables Streichquartett sorgt mit diszipliniertem Spiel dafür, dass auch die Dunér Bodenhaftung behält.

Fällt ihr aber doch schwer: Ihre ebenso ausdrucksvolle Stimme ist extrem präsent, wandelt über mehrere Oktaven, bis sich beim Hörer Lust in Schmerz verwandelt. Die Streicherarrangements scheuen schließlich auch nicht vor disharmonischen Reibungen zurück, dazu noch die hohen Kiekser – manchmal will man um Erbarmen flehen! Nix da, die CD hat 17 Songs, die Texte von Madame sind selbstverständlich auch ziemlich strange.

Fazit: Wer’s mag, für den ist's das Höchste. Empfohlenes Getränk: Absinth, nicht unter vier Liter. (tjk)



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