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Alle Rezensionen zu Biosphere | Deathprod
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

Stator
(2015, Touch LP/CD TO:99)

Mehr als 15 Jahre nach der ersten gemeinsamen CD fanden Geir »Biosphere« Jenssen, mittlerweile in zweiter Ehe im polnischen Krakau beheimatet, und Helge »Deathprod« Sten, zwischenzeitlich mit Supersilent bei einem vollen Dutzend exzellenter Alben angelangt, zu einer neuen Kollaboration zusammen. Angeregt wurde dies von ihrem Fan Kjetil »Skyggespill« Husebø, der mit Terje Evensen seit ein paar Jahren in Oslo das Festival »Tape to Zero« gestaltet, das sich in erste Linie als Experimentierfeld neuer und ergebnisoffener Zusammenarbeiten im weiten Feld von Avant-Jazz, Elektronik, Songwriting und Sound-Art begreift.

Für »Tape to Zero« 2014 erhielten Biosphere und Deathprod das Geschenk eines Auftragswerks, zur Erstaufführung im »Viktoria - Nasjonal Jazz Scene« in Oslo, und der hochgelobte Liveauftritt wurde im Anschluss für eine Veröffentlichung bei Biospheres Stammlabel, dem englischen Touch umgearbeitet. So weit, so gut — herausgekommen ist eine schöne Platte, die Fans beider Musiker nahezu ungehört erwerben und in die Sammlung stellen können. Großer Wermutstropfen ist freilich, dass die Stücke 50:50 unter beiden aufgeteilt sind: Jeder steuerte ziemlich genau 21 Minuten bei; ähnlich war es einst schon beim Projekt »Nordheim Trnasformed« der Fall gewesen. Gehofft auf und gefreut hätte man sich doch sehr angesichts einer echten, inspirierten und überraschenden Zusammenarbeit der beiden Altmeister des sogenannten Arctic Ambient- bzw. Dark Ambient-Genres. So aber liefern beide, was man von ihnen kennt. Nicht mehr, aber immerhin auch nicht weniger. (ijb)



Siehe auch:
Kjetil Husebø
Skyggespill
Supersilent
Geir Jenssen

 Biosphere | Deathprod: Stator

   

Nordheim Transformed
(1998, Rune Grammofon RCD 2005)

Eine der ersten Rune-Grammofon-CDs war Arne Nordheims »ELECTRIC« – auch 40 Jahre danach hört man seine Klangsprache noch im Hintergrund aktueller norwegischer Musik, und ganz besonders auf vielen Rune-Grammofon-Veröffentlichungen. Konsequent also, zwei der Künstler mit ihren heutigen elektronischen Instrumentarien Rückschau auf den Pionier leisten zu lassen: Biosphere (Geir Jenssen) und Deathprod (Helge Sten) transformieren Nordheims elektronische Werke.

Sie tun das in ihrem jeweiligen Stil: Biosphere kühlt das Nordheim-Material aus, lässt es in Loops und geschliffenen Punktklängen kristallisieren. Deathprod hingegen höhlt die Musik aus, lässt das Original schattenhaft ausbleichen. Seine Versionen klingen wie unter Wasser gehört, oder brüchig ausgetrocknet, immer melancholisch. Biospheres langsam pulsende Meditationen über Nordheim haben dagegen eine richtige Wärme. Zwei individuelle Zugänge zu einem großen Vorbild – die Nordheim höchst persönlich wohlwollend guthieß.

Übrigens: Original und Transformation sind auch als Doppelpack im Schuber bei Rune Grammofon zu haben – zusammengeführt, was zusammengehört. (sep)



Siehe auch:
Biosphere
Deathprod
Arne Nordheim
Geir Jenssen & Pete Namlook



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