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Alle Rezensionen zu Speaker Bite Me
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Action Painting
(2007, Morningside Records/Cargo MORE-023)

Dass intelligente Leute mit Kunsthochschul-Hintergrund aufregende und tanzbare Musik machen und sich nicht im verquast Verkopften verlieren, kommt selten vor. Speaker Bite Me aus Kopenhagen lösen diesen scheinbaren Widerspruch lächelnd auf. Leicht, ironisch und stimulierend für Kopf und Beine. Ohne im Labyrinth der Zitate verlorenzugehen, das hier von Pink Floyd über Pete Seger bis zu Kate Bush reicht. Electronics, TripHop, Funk, Pop und eine Prise Glamour gehen eine ungewöhnliche Liaison ein. Das klingt so, als ob die Talking Heads mit Portishead vor dem Traualtar stünden und Prince dazu den sardonisch grinsenden Pastor gibt.

Das Quartett ist eines dieser losen Künstlerkollektive, die zusammenarbeiten, sich trennen und Soloaktivitäten verfolgen und sich aber zum eigenen Besten wieder zusammenraufen. »ACTION PAINTING« mit dem gruseligen Progressive-Rock-Cover ist anspruchsvoll, ohne zu überfordern. Geprägt von der hysterisch-elfenhafte Stimme von Signe Højrup-Wille Jørgensen, die solo als Jomi Massage kreativ ist. Sie ist hier die unberechenbare Femme Fatale, die durch eine postmodernes Poe'sches Schauermärchen torkelt. Abgedreht und wundervoll. (emv)



Siehe auch:
Jomi Massage

 Speaker Bite Me: Action Painting

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.speakerbiteme.com

   

Ruin
(2018, Ponyrec/Orchard)

Speaker Bite Me haben sich Zeit gelassen für ihr sechstes Album »RUIN«: Genau elf Jahren sind ins Land gegangen. Wer nun glaubt, die lange Pause habe die dänischen Experimentalpop-Rebellen ein wenig ruhiger und angepasster gemacht, der täuscht sich: Das Quartett um die eigenwillige Sängerin Signe Høirup Wille-Jørgensen zelebriert selbstbewusst elaborierten, sehnsüchtigen und sehr wütenden Lärm. Verstören und aufrütteln wollen die Vier: Mit unbequemen, fordernden und anspruchsvollen Sounds. Diese übersteuerten Gitarren fordern uns implizit auf, Stellung zu beziehen.

Auf »RUIN« geht es vor allem um die zunehmende Polarisierung der dänischen Gesellschaft. Hygge-Land ist abgebrannt. Diese fünf postrockig ausufernden Songs gehen fast übergangslos ineinander über. Tracks wie das dunkel glitzernde »This Song Is Going to Kill You« bauen lärmige Spannungsbögen voller atemloser Spannung auf. Und dennoch wird klar: Aus Düsternis und Verwirrung kann uns nur die Liebe herausführen. (emv)

Video-Link



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