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Alle Rezensionen zu Tyr
(Genre »Metal«, Land »Färöer«)

 

Ragnarok
(2006, Napalm NPR199)

Inspiriert von traditioneller Musik der Färöer, Black Sabbath und alter nordischer Mythologie gründeten Heri Joensen, Kári Streymoy plus Gunnar H. Thomsen 1998 die Band Tyr – benannt nach gleichnamigem germanischem Kriegsgott. Acht Jahre später erscheint mit »RAGNAROK« das zweite Album, und die Musiker – seit langem ergänzt durch Gitarrist Terji Skibenæs – sind inzwischen mehr als ein Geheimtipp.

Wie auf dem Napalm-Debüt »ERIC THE RED« braut das Quartett einen Trunk aus Folklore mit einem Schuss Hymnenmetal, dominiert von Joensens reiner, weicher Stimme. Leicht rinnt er über die Lippen, schmeckt höchst eigenwillig – und entfaltet erst im Nachhinein sein volles Aroma: Am Ende der einstündigen Scheibe bleibt zunächst das Bewusstsein genialer, ungewöhnlicher Melodien mit teils muttersprachlichen Texten. (Be)greifbarer wird die Musik von den Føroyar nach einem zweiten Umlauf; der Hörer genießt den fünfminütigen instrumentalen Opener »The Beginning« oder die folkloristischen Einschübe zwischen den Stücken – und kriegt plötzlich Hymnen wie »The Hammer Of Thor« nicht mehr aus dem Kopf. (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.3

 Tyr: Ragnarok

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tyr.fo/

   

By The Light Of The Northern Star
(2009, Napalm NPR294)

Nach dem ersten Hördurchgang von »BY THE LIGHT OF THE NORTHERN STAR« der färingschen Tyr war ich etwas enttäuscht, ohne genau zu wissen warum. Vielleicht weil der Vorgänger »LAND« eindeutig besser, innovativer ist, als ihre neue Neun-Song-Scheibe? Weil der Nachfolger eine gehörige Dosis Power Metal geschluckt hat? Oder weil eine Hymne vom Kaliber eines »Hammer Of Thor« fehlt?

Nach erneutem Durchlauf des 43-Minüters steht fest: Technisch gibt es nichts zu mäkeln, auch die Produktion passt. Es ein gutes, Midtempo-Album im Stile »Mitsing-Melodien treffen Schlachtgesänge«, aber kann sich einfach nicht dauerhaft in die Gehörgänge fräsen. Bonuspunkte sammeln die Nordlichter allerdings für den Opener »Hold The Heathen Hammer High« sowie die zwei Lieder in ihrer Muttersprache. (nat)

   

Land
(2008, Napalm NPR247)

Tyr nehmen uns mit auf eine Reise, 1000 Jahre zurück in die Vergangenheit, in die Welt der Wikinger, eine Welt mit rätselhafter Sprache – eine Welt ohne Stromgitarren und Verstärker. Das einleitend gesprochene »Gandkvæði Tróndar« gibt die Marschrichtung vor, das anschließende »Sinklars Vísa« beginnt mit (sehn)süchtig machendem Chorgesang – Glück gehabt, da ist die Stromgitarre. Dennoch agieren die Nordmannen um den charismatischen Heri Joensen auf »LAND« traditioneller, magischer als je zuvor.

Althergebrachte Melodien, dezent instrumentiert, ranken sich um den allmächtigen Gesang mit überwiegend färöischen Texten. In den neun epischen Liedern verbergen sich viele kompositorische Feinheiten, die sich allmählich offenbaren; auf Anhieb zündet dagegen der Schlusstrack, die Neuaufnahme der Band-Hymne »Hail To The Hammer«. Eine verdammt starke Scheibe der Insulaner – mit Extra- Leckerbissen für Fans: Die Limited Edition von »LAND« enthält eine Bonus-DVD mit dem kompletten Auftritt vom Wacken Open Air 2007. (nat)



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