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Alle Rezensionen zu Baby Sweetcorn
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

New Low
(2006, Karkia Mistika Records KARMI-009)

Es gibt Bands, die möchte man nach dem dritten Song adoptieren. Sie betütteln. Ihnen die Butterstulle nur mit der besten Marmelade bestreichen. Nicht, weil sie besonders gut oder gar genial sind, sondern weil sie es auf unverschämt unaufdringliche Weise schaffen, sich geradewegs ins Herz zu schleichen. Baby Sweetcorn, das Pianopop-Trio aus Pori, sind eine klassische Adoptivband. Mit ihrem konzentrierten Bemühen um Leichtigkeit, die den beschwingtem Tönen diesen Tick Schwere gibt, die sie brauchen, souverän abzuheben. Die Band um Keyboarder und Sänger Mikko Grönlund feilt mit Hingabe so lange an ihren Songs, bis sie funkeln wie Christbaumkugeln.

Den Kopf in den 80ern, aber ohne den Bombast. Genüsslich Visages »Fade To Grey« zitieren und dann flugs in die eigene Flugbahn einschwenken. Einige Kilometer entfernt ziehen Bands wie ABC oder Spandau Ballet als Referenzgrößen ihre Bahnen. Auf elegante Synthies kann man sich einigen. Auf unbedingte Tanzbarkeit. Auf übermütige Loopings Richtung Dandytum. Das Klavier swingt in Songs wie »Navigators» oder »Arsonsist« wie Fred Astaire über die Tanzfläche. Wunderbar! Wo sind die Adoptionspapiere? (emv)



Siehe auch:
Verschiedene: Tässä Me Uimme, Tätä me Juomme

 Baby Sweetcorn: New Low

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tulva.net/babysweetcorn/

   

Ghosts And Sunsets
(2005, Tulva Records TLV 5)

Ein Piano. Die Stimme von Mikko Grönlund. Sonst nichts. Diese Reduziertheit ist von ebenso ruhiger Schönheit wie die verlassenenen Schäreninseln, die sich hinter Pori, der Heimatstadt der Band, endlos Richtung Schweden erstrecken. Es ist das das bewusst Unbeholfene, naiv Unfertige dieser Aufnahme, das in einer Welt blankpolierter Perfektion ein stilles Glanzlicht setzt.

Natürlich geht es um scheiternde Liebesbeziehungen und großen Schmerz. Aber auch ums Aufstehen und Weitermachen, wie im ausufernd-meditativen Acht-Minüter »L.R.F« thematisiert. Ich springe, und ich falle. Puuh. Erik Satie schaut wohlwollend von einer besonders grauen Regenwolke herunter. »GHOSTS AND SUNSETS« ist ein Album für eine Liebe auf den vierten Blick. Aber dann bricht das Herz dauerhaft. (emv)



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