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Alle Rezensionen zu The Kissaway Trail
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Breach
(2013, Yep Roc Records/Redeye Distribution/Cargo)

Nein, sie sind nicht verlorengegangen unterwegs. Das wäre schade gewesen, denn The Kissaway Trail sind Meister des krawalligen Pathos und einer straßenkötergrauen Euphorie. Durch die Fröhlichkeit der Dänen schimmert immer auch ein Hauch von Melancholie und unbestimmter Sehnsucht. Seit der Veröffentllichung des Albums »SLEEP MOUNTAIN« im Jahr 2010 herrschte Funkstille im Kissaway-Land. Nicht ohne Grund, denn im bandintern Gefüge hat es gekracht. Von den ursprünglichen fünf Kissaway Trails sind drei übriggeblieben, darunter erfreulicherweise Sänger Thomas Fagerlund.

Das neue Album »BREACH« ist kein wirklicher Bruch, eher eine Rückkehr zu alter Stärke. Die Dänen haben immer noch ein verdammt gutes Händchen für schlunzige Schmuddelkinder-Hymnen wie den Track »The Springsteen Implosion«, eine bewusst verwaschen klingende Liebeserklärung. Wenn The Kissaway Trail träumen, dann in trashigem Cinemascope. Die Musiker um Thomas Fagerlund kultivieren ihr Schmuddelkindertum und wollen partout nicht perfekt sein. Die lebensbejahenden, durchaus jubilierenden Refrains sind bewusst lieber schepperig als schön. Und merke, wem die Kopenhagener hier Referenz erweisen: Im einzigen Coversong des Albums interpretieren sie den Pogues-Klassiker »A Rainy Night in Soho«. Passt! (emv)



Siehe auch:
I'm From Barcelona
Kashmir
Mew

The Kissaway Trail: Breach

Offizielle Website

Offizielle Website      www.thekissawaytrail.com

   

The Kissaway Trail
(2007, Bella Union/Cooperative Music 5033197454825)

Dieses Kippelnde, diese Orgel, diese Unruhe. The Kissaway Trail machen ein bisschen hibbelig, so wie es hier jodelt, jauchzt und jubiliert. Dazu kommt der Feinschnitt aller angesagten Indiekapellen: Arcade Fire, Mercury Rev, Modest Mouse, I'm From Barcelona, und wenn die Background-Chöre mit einstimmen und die himmelstürmende Vokalarbeit von Sänger Thomas Fagerlund veredeln, dann sogar mit Reminiszenzen an das Großkollektiv von The Polyphonic Spree. Und das, obwohl The Kissaway Trail aus Odense nur zu fünft sind.

Das eher romantisch veranlagte Pendant Søren B. Corneliussen übernimmt in den mollgestimmten Gesangparts die Führung. Dann klingt es ein wenig nach Kashmir oder Mew. Dass es trotzdem eigenständig genug bleibt, ist den cleveren Arrangements, Brüchen und Kompositionen geschuldet. Die Gitarren wirbeln, die Hintergrundstaffage wurde mit 15-Tonnern angekarrt, und trotzdem ertrinkt das Debüt nicht in Bombast und Unnötigem. Fagerlund pfeift ein letztes Mal den Refrain des elegischen »Smoother + Evil = Hurt«, als wandele er sorglos umher, die Hände locker in den Hosentaschen verstaut. Im Wissen, dass dies hier eine fabelhaft abwechslungsreiche Indiepop-Platte geworden ist. (maw)



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