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Alle Rezensionen zu The Field
(Genre »Beats«, Land »Schweden«)

 

From Here We Go Sublime
(2007, Kompakt KOM154)

Es ist das Spiel mit der Schwerkraft, mit dem hypnotisch Minimalen, mit Raum und Zeit. Der Stockholmer Axel Willner liebt Konstruktion und Tanz und liefert das Minimal-Techno-Album des Jahres ab. Die Gradlinigkeit der 4/4-Basslines ist Andockpunkt in einem sehr homog geratenen Werk, das sich unter dem strengen Ansatz und trotz permanenter Redundanz keineswegs in Beliebigkeit verliert.

Gefühle schimmern schwimmend, untergetaucht oder vaporisiert. Zerstäubt und verteilt auf hängende Flächen, die wenig Platz für ausufernde Spielereien lassen. Vage, verschwommen, unfassbar im Wortsinne entzieht sich dieses Album einer stimmigen Beschreibung. In Harmonie gehüllt und dabei jederzeit treibend – Gegensätze ziehen sich hier magisch an. Selbst Stimmen nimmt man nur wie ein Hauch wahr. Dank Sampletechnik werden zudem Lionel Richie oder The Flamingos in die Sounds verwebt. So, dass die Überreste, in Fetzen zersplittert, kaum mehr Referenz sind und sich in der Intimität von »FROM HERE WE GO SUBLIME« einnistend verstecken. (maw)

The Field: From Here We Go Sublime

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.garmonbozia.se/thefield

   

Yesterday & Today
(2009, Kompakt 30258722)

Minimal Techno, das ist das Glück in der Monotonie. Gleich zu Beginn präsentiert Axel Willner einen flirrenden Loop, der erst nach vier Minuten in den Galopp übergeht. Ebenso konsequent hat die Adaption des 80er Jahre-Hits »Everybodys Got To Learn Sometime« von The Korgis den Fuß auf der Bremse. Nur latent werden Echos verschoben und Klänge geschachtelt, bis das prägnante Vocal-Sample wieder die Aufmerksamkeit des Hörers einfordert. Ein Novum – waren die Tracks auf dem spannenderen, weil mehr fordenden Debüt doch so stark zerdehnt und geloopt, dass sie kaum mehr als Referenz dienen konnten.

Man hätte sich auf diesem Album über ein paar Höhepunkte mehr gefreut – wie den fast schon grobschlächtigen Bruch im Titeltrack. Oder wie das Ende desselben Titels, das den Discofunk für sich entdeckt. Wie sich unmerklich bei »Sequenced« der Nachhallwirbel eines schwedischen ICEs zu Klaviersamples morphen und versöhnlich analog enden. The Field liefert ein Statement für eine Welt, in der Maschinen noch von Menschen gesteuert werden. Eine sehr beruhigende Tatsache. (maw)



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