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Alle Rezensionen zu This Year's Model
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

The Clock Strikes Ten
(2007, Marsh-Marigold Records Mari 28)

Eigentlich müsste dieses Album ein Selbstläufer sein. Allerlei Stilbewusstsein trifft auf verspielten Melodiereichtum samt Jinglejangel-Instrumentierung. »Ocean« ist ein harmonisch-freundlicher Morrissey, »I Am My Best Friends Acquaintance« mit dem Reinheitsgebot für großartig in Zwiegesang umschlungenen Pop gewaschen. Dabei wirken die fünfzehn Songs auf dem Debüt der Schweden gar nuanciert optimistisch und streifen musikalisch das vorgegebene Crime/Noir-Thema mit Leichtigkeit ab. Morbide Ahnungen vergehen in einem Schwall aus Midtempo-Tracks, von deren einige lieber der Selektion zum Opfer gefallen wären.

Niklas Gustafssons Nebenprojekt (hauptsächlich bei den hierzulande ebenso unbekannten The Higher Elevations unterwegs) ist ambivalent: Chargierend zwischen intensiven Songs, die gerne in Begleitung von Ylva Lindberg intoniert werden und an die englische Schule von Cure und Costello (dessen Album auch Bandnamen-Pate stand) erinnern, zwischen zahmen Schwedenpop-Häppchen und einer Überzahl an Liedern, die es mit der lichtscheuen Blässe der Briten etwas zu genau nehmen. (maw)

 This Year

Offizielle Website

Offizielle Website      http://thisyearsmodel.co.uk

   

We Walk Like Ghosts
(2011, Marsh-Marigold Records MARI32)

Dem gepflegten Britpop ist die Hässlichkeit so fern wie dem Hedge-Fonds-Manager der moralische Anstand. Allein schon aus diesem Grund ist »WE WALK LIKE GHOSTS« von dandyhafter Eleganz und feiner Understatement-Melancholie. Das zweite Album der schwedischen Schöngitarrenspieler rund um Sänger Niklas Gustafsson bahnt sich selbstbewusst seinen Sonderweg durch den Dschungel der musikalischen Zitate, die hier wie Karnevelskonfetti durch die Luft wirbeln: Franz Ferdinand, Pulp und The Smiths, um nur die augenfälligsten zu nennen. This Year´s Model stehen eindeutig auf der Seite der blassen, stolzen Verlierer.

Die Revolution findet hier nicht statt, aber die Schweden dürfen ihre Köpfe hoch tragen, weil sie hochpolierte, elaborierte, immer wieder anders funkelnde Songpreziosen mit müheloser Leichtigkeit hinwerfen und uns hinterrücks mit unerwarteten musikalischen Kapriolen überraschen. Sehr aufmerksam produziert übrigens von Chris von Rautencranz. Sorgsame Qualität soll langweilig sein? Unsinn! (emv)



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