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Alle Rezensionen zu Graveyard
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Graveyard
(2007, Transubstans Trans028)

Genau so könnte es damals gewesen sein. Als sich langhaarige junge Männer Ende der 60er aufmachten, die Türen zu einer neuen Dimension aufzustoßen. Musikalisch und spirituell. Mit den Gitarren fest im ausufernden Schmerz des Blues verankert. Echos jazziger Improvisationslust spürend. Graveyard aus Göteborg sind Gralshüter, die sich mit ihrem ersten Album auf Zeitreise begeben. In verräucherten Clubs könnten sie Brüdern im Geiste wie Led Zeppelin, Iron Butterfly oder sogar den Doors begegnen. Und natürlich den frühen Black Sabbath. Selbst in ihrer Kleidung passen sich die Vier den Vorbildern an. Heavy Hippies.

Perfide Plagiatoren? Fiese Leichenfledderer? Nein. Denn die Musiker um Sänger Joakim Rikard haben einen gradlinigen und dichten Sound entwickelt. Auf den Punkt genau unterstützt vom Produzenten Don Ahlsterberg, der bereits mit The Soundtrack Of Our Lives gearbeitet hat. In diese Richtung geht es hier: Blut, Schweiß, Tränen, verzweifeltes Schreien ... und einige dicke Joints, die zu klassisch-erdigen Gitarrensoli animieren. Das ist weder neu noch originell, aber in der Summe so stimmig, dass kleingeistige Kritik letztendlich anerkennend kapitulieren muss. (emv)



Siehe auch:
The Soundtrack Of Our Lives

 Graveyard: Graveyard

   

Lights Out
(2012, Nuclear Blast NB 2963)

Wenn man wie Graveyard in seinem Heimatland eine eigene Biermarke gewidmet bekommen sowie einen (schwedischen) Grammy für das beste Hardrock-Album gewonnen hat, hat man es als Band wohl geschafft. Nun versuchen die Schweden mit »LIGHTS OUT« nachzulegen. In nur 35 Minuten zelebrieren sie komplett analog aufgenommenen, bluesigen Retro-Rock mit wunderbar warmem Klang.

Die Palette reicht von mächtig groovend (»Endless Night«) über riffgewaltig (»An Industry Of Murder«) bis zur rotzrockigen Singleauskopplung »Goliath«. Mit »Hard Times Lovin'« hat die Truppe sogar einen Steh-Blues im Gepäck – und mit »The Suits, The Law & The Uniforms« einen überraschend gesellschaftskritischen Text. Fazit: Ein Leckerbissen für Genrefans. (nat)

   

Hisingen Blues
(2011, Nuclear Blast/Warner)

1995 gründete sich in Schweden eine Stoner-Combo namens Norrsken; sie löste sich jedoch 2000 auf. Die Mitglieder gründeten andere Bands oder schlossen sich verschiedenen Combos an; Sänger Joakim Nilsson und Rikard Edlund formierten jedoch Graveyard – eine Truppe, die ihr Heil in den frühen Siebzigern sieht. Led Zeppelin, Black Sabbath, Deep Purple, Janis Joplin – saftiger, bluesgetränkter Hardrock steht hier Pate, kernige Shouter-Vocals und orgiastische Gitarrensoli inklusive.

Das Retro-Flair wurde konsequent durchgezogen, angefangen beim Instrumentarium über die Arrangements bis hin zur Aufnahme, die auf analogem Bandmaterial stattfand und ganz ordentlich scheppert und rumpelt. Hierzulange kennt man zwar vorrangig schwedische Rock-Kollegen wie Hellacopters und Gluecifer, man ist jedoch bei näherer Beschäftigung immer wieder überrascht, eine wie reiche und lebendige und weit verzweigte Seventies-Retro-Szene dort existiert. Graveyard gehören innerhalb dieses Genres sicher zur Speerspitze, und beim Hören ihres zweiten Albums versteht man auch, warum. (peb)



Siehe auch:
The Hellacopters
Gluecifer



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