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Alle Rezensionen zu Atomic
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Theater Tilters
(2010, Jazzland/Universal 0602527334110)

Schon das achte Album des skandinavischen Quintetts. Und es ist nicht nur ein Doppelalbum (bei Bedarf auch in Form von zwei Einzel-CDs erhältlich), sondern vor allem ist es eine superbe Live-Platte. Wer die Chance bislang versäumt hat, Atomic im Konzert zu erleben, der hat zwar echt was verpasst, kann die Bildungslücke aber mit diesem Zustammenschnitt zweier Abende aus dem Oktober 2009 im Stockholmer Teater Lederman zumindest ein wenig verengen.

Mitreißend und vielseitig jazzrocken sich die fünf durch zehn zumeist zehnminütige klasse Stücke. Wenn man da noch sitzen bleibt, ist wohl Hopfen und Malz verloren. Atomic spielen beileibe nicht nur sperrige Free-Jazz-Nummern, sondern kreuzen unterwegs auch altmodischen Postbop, ein wenig Latin Jazz und eingänige Melodien. Bassmann Ingebrigt Håker Flaten und Drummer Paal Nilssen-Love sind die kraftvolle Basis, die das Tempo geschickt forcieren, wo Pianist Håvard Wiik die beiden heißen Bläser Fredrik Ljungkvist (Sax und Klarinette) und Magnus Broo (Trompete) gerne mal zu unerwarteten Wendungen einlädt. Die »Theater-Kipper« ist ein durchaus passender Zweiname für diese Energiebündelband. (lha)



Siehe auch:
Fredrik Ljungkvist
Paal Nilssen-Love
Ingebrigt Håker Flaten
Magnus Broo

 Atomic: Theater Tilters

   

Feet Music
(2002, Jazzland/Universal 016-558-2)

Denkt man an norwegischen Jazz unserer Tage, fallen einem fast automatisch die Musiker des ECM-Labels ein. Ihre meist weichen und »vermittelnden« Spielweisen haben den Jazz auch für Zuhörer geöffnet, die sonst schnell den Stop-Knopf drücken, wenn man Jazz-CDs auflegt.

Doch dank Bugge Wesseltofts Label »Jazzland« geht es auch anders: Die Band Atomic um den Trompeter Magnus Broo und den Saxofonisten Fredrik Ljungkvist hat sich entschlossen, das Verquere, das Sperrige, das Anstrengende des Jazz hochzuhalten und dennoch Klangerfahrungen zu vermitteln. Orientiert an Vorbildern wie Ornette Coleman oder Charles Mingus musiziert das Quintett mutig und entschlossen, aber auch verspielt. Und wenn man nur lange genug durchhält, wird ihre Musik tatsächlich sehr funky, sehr bildhaft - und die eben noch eben empfundene Anstrengung löst sich in Luft auf. (frk)



Siehe auch:
Parish
Fire! Orchestra
Circulasione Totale Orchestra
Scorch Trio



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