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Alle Rezensionen zu Nybakat!
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Nybakat!
(2007, Mindoors Music MM01)

Ganz schön frech, sich Nybakat! (schwedisch für »frisch gebacken!«) zu nennen, obwohl man sich mit nicht so ganz taufrischer Musik zu schaffen macht. Aber, um im Idiom zu bleiben, mit aufgetauten Brötchen haben die Vier nicht viel am Hut, richtig knackig kommt ihr Erstling daher – wobei nach eigener Aussage das Rezept doch einfach ist: skandinavische Volkslieder mit verschiedenen Rhythmen mischen und ordentlich Jazz-Sauce drüber.

Der Opener »Fjäriln Vingad Syns På Haga« bekommt ein Blues-Gewand, bei »Midsommar I Lingbo« kann der estnische Drummer Vlad Nedelin Takte brechen wie Brot; auch die beiden Schweden Markus Hängsel (b) und Björn Dahlberg (sax, cl) haben auf der CD starke Momente. Ganz klar den Ton gibt aber die Pianistin Ira Mogilevsky an, deren Lebensweg von Russland über Israel nach Stockholm führte – sie schrieb die meisten Arrangements und glänzt mit perlenden Soli. Gelungen auch die Gastauftritte von Sara Niklasson, die mit Violine den Jazzern folkloristische Bodenhaftung verleiht, als Sängerin aber durchaus bei Höhenflügen mithält. Volkslieder in jazzigem Gewand klingen bei Nybakat also nicht altbacken, sondern frisch. (tjk)



Siehe auch:
Gushpanka

 Nybakat!: Nybakat!

Offizielle Website

Offizielle Website      www.mindoors.com

   

Happy Land
(2010, Mindoors Music MM002)

Der Zweitling ist auch zweigeteilt, schon in der Stückliste in Set 1 und Set 2. Das macht auch Sinn, denn die ersten sechs Tracks unterscheiden sich von den letzteren sechs erheblich.

Im ersten Teil bleiben Nybakat näher an ihren ost- und nordeuropäisch inspirierten Melodien, spielen folkloristischer und gefallen so sicher auch Nicht-Jazzern. Das unveränderte Quartett dreht im zweiten Set deutlich auf und erhöht sowohl Freiheitsgrade wie Anspruch, demzufolge wird es im »HAPPY LAND« auch unwegsamer. Die Jungs um Ira Mogilevsky loten Dissonanzen und Rhythmuswechsel bis zur Perfektion aus, riskieren aber, dass der Hörer ins (hahaha!) Niemandsland abdriftet. Außerdem muss so ein Kurztrip durchs »HAPPY LAND« nicht 75 Minuten dauern. (tjk)



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