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Alle Rezensionen zu Farmers Market
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Slav To The Rhythm
(2013, Division Records)

Wo sind wir hier? Am Hofe des Crimson King? Bei der wilden Hochzeitsfeier eines bulgarischen Potentaten? Oder vielleicht doch auf dem Montreux Jazz Festival? Die korrekte Antwort lautet: An allen den vorgenannten Orten, und im wilden Gitarrenland sowieso! Farmers Market haben sich mit der Veröffentlichung ihres fünften Albums »SLAV TO THE RHYTHM« reichlichlich Zeit gelassen und diese intensiv genutzt, um auf dem Balkan neue musikalische Mitstreiter zu finden: Filip Simeonovs Klarinette, Trifon Trifonovs Saxofon und Darinka Tsekovas Gadulka etwa erweisen sich bei diesem unerhörten, gleichwohl souveränen Sturmlauf durch die musikalischen Stile als echte Bereicherungen! Es geht hier laut zu, anarchisch sowieso, und dabei kommt man inmitten all dieser Turbulenzen größtenteils ohne Vocals aus.

Dass klassischer Progressive Rock (jawohl, sagen wir Yes und frühe Genesis!) und osteuropäische Folklore bestens harmonieren, hätte man nicht glauben mögen. Interpretiert von Norwegern, die eigentlich mal als brave Free Jazzer angefangen haben. »SLAV TO THE RHYTHM« ist ein hochinspierter Höllenritt zum Blocksberg und zurück. Ein »zu viel« kann es angesicht all dieser Kapriolen gar nicht geben. Fette Hammondorgeln! Panflöten! Steel Guitar! Epische orchestrale Klänge! Altmeister Frank Zappa hätte seine Freude an diesem Spektakel gehabt! (emv)

 Farmers Market: Slav To The Rhythm

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.farmers-market.net

   

Surfin' USSR
(2008, Ipecac IPC101)

Die Idee von einem grenzenlosen Europa – bei Farmers Market hat sie sich verselbstständigt. Sie verklappen Wodka, Pálinka und Zljivovica den Rachen herunter, musizierten jüdische Klezmerhymnen, tanzen Paprika-Polka und rufen den wilden, Kasatschok tanzenden Kosaken in sich wach. Treibgut aus Südosteuropa, angespült an die norwegische Küste, eröffnet uns eins der ungewöhnlichsten Alben aus der Trondheim-Szene.

Seit 1991 musiziert das Kollektiv in leicht unterschiedlicher Besetzung zusammen und hat es bisher auf nur zwei reguläre Veröffentlichungen gebracht. »SURFIN' USSR« dürfte nun ihre Bekanntheit deutlich steigern. In sechzehn Kapiteln wird Quetschkommoden-Folk, Free-Jazz und Balkan-Punk aufgeschlagen – ein abwegiger Mix, der mit Enthusiasmus, Spielfreude und Leichtigkeit brilliert. Die Instrumentals rufen cineastische Klischees von alten mundfaulen Männer mit gegerbten Gesichtern und ekstatisch tanzenden Volksgruppen oder schunkelnden Bauerndörfern hervor, die spirituellen Gesänge verrenken sich parallel mit den genialen Songtiteln wie »The Dismantling Of The Soviet Onion Made Us Cry«. Die musikkulturelle Freiheit erhebt hierbei niemals den Anspruch von Authentizität, sondern durchsetzt die Kompositionen bei allem ironischen Flair mit der nötigen Ernsthaftigkeit. (maw)



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