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Alle Rezensionen zu Marilyn Mazur
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Shamania
(2019, RareNoiseRecords RNR 103)

Marilyn Mazur ist nicht nur eine Konstante in der skandinavischen Jazz-Szene, sondern auch ein ständig und womöglich sogar gleichzeitig an verschiedenen Orten auftauchender musikalischer Kobold mit vermutlich unbegrenzten Fähigkeiten und ganz sicher unbegrenzter Fantasie. Ihr »SHAMANIA«-Projekt geht zurück auf eine Band aus den 70ern namens Primi, die sie nun mit einem Tentett aus hochkarätigen nordeuropäischen Musikerinnen quasi wieder zum Leben erweckt hat – Musikerinnen, weil tatsächlich ausschließlich Frauen mitwirken.

Bei Marilyn Mazur findet man ja alles, vor allem sehr groovenden World Jazz mit afrikanischen Gewürzen, ziemlich groovenden Modern Jazz mit ein paar Fusion-Tupfern, hier und da halbwegs groovende Free Jazz-Happen, gelegentlich ausufernd groovende Percussion-Parties mit eimerweise Afro- und Latin-Anteilen und ein wenig kaum groovenden halbesoterischen Klimbim mit (!) schamanischem Tralala.

Bei Shamania findet man ganz tolle Musikerinnen: Lisbeth Diers, Ellen Andrea Wang, Lotte Anker, Josefine Cronholm, Makiko Hirabayashi, Anna Lund, Sissel Vera Pettersen, Hildegunn Øiseth und Lis Wessberg – die Chefin nicht zu vergessen. Alle diese ganz tollen Musikerinnen spielen Musik, die Marilyn Mazur geschrieben oder zumindest entwickelt hat: Als da wären vor allem sehr groovender World Jazz mit afrikanischen Gewürzen, ziemlich groovender Modern Jazz mit ein paar Fusion-Tupfern, hier und da halbwegs groovende Free Jazz-Happen, gelegentlich ausufernd groovende Percussion-Parties mit eimerweise Afro- und Latin-Anteilen und ein wenig kaum groovender halbesoterischer Klimbim mit (!?) schamanischem Tralala.

Selbstverständlich hat der Rezensent die Schamanin seines Vertrauens zu »SHAMANIA« befragt. Die sagt: »Kann man so machen, muss man aber nicht, zumindest nicht immer alles. Om.« (tjk)



Siehe auch:
Ellen Andrea Wang
Lisbeth Diers
Makiko Hirabayashi & Marilyn Mazur
Lotte Anker

Marilyn Mazur: Shamania

   

Celestial Circle
(2011, ECM/Universal 276 8056)

Eine interessante Besetzung hat die amerikanisch-dänische Perkussionistin, die bereits mit Jan Garbarek, Miles Davis oder Wayne Shorter spielte, da zusammengestellt: Der schwedische Bass-Senior Anders Jormin, die ebenfalls aus Schweden stammende und auch solo erfolgreiche Sängerin Josefine Cronholm sowie der amerikanische Pianist John Taylor und natürlich Marilyn Mazur selbst sind bereits seit 2008 mit ihrem Programm »CELESTIAL CIRCLE« live unterwegs; jetzt folgt endlich die Studio-Einspielung dazu - wie für die Plattenfirma ECM gewohnt klangtechnisch hochwertig im Osloer Rainbow Studio aufgenommen.

Faszinierend: Marilyn Mazurs Arsenal an Glöckchen, Schellen, Gongs und Trommeln, die sie mit erstaunlicher Finesse und Phantasie – fast wie ein Melodie-Instrument – zum Klingen bringt. Genau hier kommen auch die Vorzüge der Begleiter Tylor/Cronholm/Jormin gut zum Tragen, denn alle haben sich bereits qualifiziert als Musiker, die ungemein melodisch agieren können und ein großes Gespür beweisen für die »nicht gespielten Noten«, für die Pausen, die im Kopf des Hörers erst die Melodiebögen vervollständigen. Im Team bildet das Quartett eine grandiose Formation – spieltechnisch sowieso über jeden Zweifel erhaben ist Mazurs Truppe in der Lage, sich in rhythmisch komplex fließenden Träumereien zu verlieren, aber auch mit minimalem Aufwand große Energie freizusetzen. Man hört die Erfahrung, die die vier Musiker mit diesem Repertoire in den letzten Jahren schon auf den Konzertbühnen sammeln konnten. Und: Es bleibt stets spannend bei Marilyn Mazur. Jedes neue Lied driftet in neue, immer wieder unerwartete Richtungen ab. (peb)



Siehe auch:
Marilyn Mazur, Josefine Cronholm, Krister Jonsson
Jakob Buchanan Kvartet
Anders Jormin
Stemmenes Skygge

   

All The Birds - Reflecting + Adventurous
(2002, Stunt/Sundance STUCD02072)

Die in Dänemark lebende New Yorkerin hat schon mit vielen Jazzgrößen gespielt, doch richtig bekannt wurde sie leider erst durch ihre Arbeit bei Jan Garbarek. Ihre Solo-Alben haben ihr nun 2001 endlich den Jazzpar-Preis eingebracht, und ihr Konzert anlässlich der Preisverleihung durfte sie sogar auf die Länge einer Doppel-CD ausdehnen.

Dieser äußerst abwechslungsreiche Mitschnitt zeichnet ein vielseitiges Portrait einer weltoffenen Perkussionistin, die mit ihrer Band Future Song afrikanische Klangfarben mit federleichter Jazz-Melodik verwebt. Mit dabei: Audun Kleive und Eivind Aarset! Daneben experimentiert sie aber auch mit Percussion Paradise – einer vierköpfigen trommelnden und singenden Frauentruppe. Das tön wahrhaft »adventurous«! (peb)



Siehe auch:
Audun Kleive
Eivind Aarset
Josefine Cronholm
Laura Toxværd, Simon Toldam & Marilyn Mazur



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