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Alle Rezensionen zu Bang Gang
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

The Wolves Are Whispering
(2015, bang ehf/Alive)

Wenn sonst nichts mehr hilft: Menschen im fortgeschrittenen Stadium des Liebeskummers ist dieses Album dringend ans Herz zu legen. Allen anderen aber auch. Sieben lange Jahre hat sich Barði Johannsson mit der Veröffentlichung von »THE WOLVES ARE WHISPERING« Zeit gelassen. Hier schlägt das verletzte Herz mit Macht zurück! Elektropop und Schauerromantik schließen hier einen Bund fürs Leben. Barði Johannsson gelingen traumwandlerische schöne, postwavige Popsongs vom dunklen Rand der Gefühle. Er betreibt hier Schmerzbewältigung in Cinemascope!

Herr Johannsson ist übrigens souverän genug, um sich Verbündete unter ähnlich gesinnten Sängerinnen zu suchen. Denn im Albumhöhepunkt, dem rockig treibenden und dramatischen »Silent Bite«, steht die artifizielle Sirenen-Stimme von Ladytron-Sängerin Helen Marnie im Mittelpunkt. Hier haben sich zwei verwandte Seelen gefunden, die bei mit Neo-Goth-Tönen flirten. Langzeit-Partnerin Keren Ann, mit der Johansson das Nebenprojekt Lady & Bird betreibt, darf hier natürlich nicht fehlen. Ebensowenig wie die vielleicht talentierteste junge Musikerin aus der quirligen isländischen Elektronikpopszene, nämlich Samaris-Sängerin Jofridur Akadottir: Sie verbreitet im Track» A Carved Letter in Stone« eine zarte Hoffnung auf bessere Tage. Aber Barði Johannssen etabliert sich hier nachdrücklich als der dunkle Lord des gehobenen Synthie-Weltschmerzes, der im dunklen Umhang durch die nächtlichen Straßen Reykjavíks streift.
(emv)



Siehe auch:
Lady & Bird
samaris

 Bang Gang: The Wolves Are Whispering

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.banggang.net

   

Best Of Bang Gang
(2011, Kölski KÖLSKI005)

Barði Jóhannsson alias Bang Gang ist der düstere, überzüchtete Ober-Dandy der isländischen Popszene. Bei dem sich opulentes Melodrama und latent Sinistres gerade noch so die Waage halten. Herr Jóhannsson leidet wie jeder echte Nerd unter der Liebe samt ihrer unangenehmen Nebenwirkungen, aber ein armes Opfer ist der Mann mitnichten. Hier schlägt das verletzte Herz mit Macht zurück! Deshalb handelt es sich bei »BEST OF BANG GANG« nicht um ein belangloses Aneinanderreihen halb vergessener Hits, sondern um ein sehr sinnliches Versinken im samtschwarzen Gesamtwerk des Künstlers, wobei die Songs aus dem großartigen und in Resteuropa zu Unrecht kaum zur Kenntnis genommenen Meisterwerkes »GHOSTS FROM THE PAST« den emotionalen Höhepunkt bilden.

Eitle Nabelschau ist aber die Sache von Bang Gang nicht. Und deshalb hat er befreundete isländische Musiker um Neu-Interpretationen der eigenen Songs gebeten, und so fängt der Spaß auf der zweiten CD hier erst richtig an: Wie Ex-Gus-Gus-Mann Dániel Ágúst aus dem introvertieren »Forever Now« eine hypernervöse, 60ies-inspirierte, höchst tanzbare Uptempo-Nummer macht. Wie Dikta das schüchtern-sensible »One More Trip« zu einer gefühligen Rocknummer umfunktionieren. Oder wie Bjarni Þór Jensson das hasswütige Rachephantasien-Stückchen »Black Parade« mit großer Sensibilität zum sanften Abgesang auf eine große Liebe uminterpretiert. Hach! (emv)



Siehe auch:
Gus Gus
Daniel
Dikta

   

Ghosts From The Past
(2008, Discograph/Alive 6103495)

Er ist alles andere als ein Kunst-Newcomer und damit für Island recht typisch: Bardi Johannsson trat bereits als Modedesigner, Drehbuchautor und Regisseur in Erscheinung. Und als Musiker und Komponist gehören Armani, Yves Rocher oder die französische Bahn zu seinen Kunden. Was ja bekanntlich nicht unebedingt eine Garantie für hochwertige Musik ist.

Seine Ventile nach all diesen Auftragsabeiten dürfte zum einen sein Projekt Lady & Bird sein, das er zusammen mit Keren Ann betreibt. Doch nun verfolgt er auch solo als Bang Gang seine eigene Vision von süffigem und etwas patschig produziertem Sixties-Pop mit leicht melancholischem Unterton. Fast hilflos, doch unverschämt eingängig und somit radiotauglich klingt das, ohne dass Mr. Bang Gang deswegen Ecken und Kanten glattbügelt. Und für romantischere Momente eigent sich der ein oder andere Song auch ganz gut. Dabei sagt Johansson sogar allen Ernstes, »GHOSTS FROM THE PAST« sei sein bislang härtestes Album ... (peb)



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