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Alle Rezensionen zu Jonas Westergaard
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Helgoland
(2008, Stunt/Sundance STXCD 20812)

Nach dreieinhalb Minuten erst entfaltet sich das Thema des Titelstücks, bis dahin lässt der dänische Bassist seine Bläser sanft und stetig anschwellen wie den Nordseewind samt Wellen, die ständig kleinste Teile der Insel abtragen. Niels Vincentz hat das erste Solo, er könnte auch auf der Klippe stehen und dem Wind entgegen röhren: Halte ein!

Jonas Westergaard spielt nicht nur hervorragend Bass, er hat auch beim Arrangieren viel Phantasie, lässt fünf Bläser mit- und gegeneinander spielen, und er hat ja auch noch eine Rhythmusgruppe: So lässt er in »One Over The Hill« Gitarrist Jakob Bro und Fender-Rhodes-Mann Søren Kjærgaard die Hauptrollen übernehmen, bis Jakob Høyer mittels Drum-Solo die Erlösung bringt. Auch den Bläsern gibt er Raum: in »… And They’ll Take What You Got« spielt Kasper Tranberg über einem Bass-Ton ein verzweifeltes Trompetensolo. Mit »Levitated« dreht Westergaard die Stimmung wieder ins Positive, wie er sich generell als Klangmaler par excellence erweist. Als Bassist tritt Westergaard nur selten solistisch in den Vordergrund. Stilistisch ist er eher dem Cool Jazz zugewandt; seine raffinierten Arrangements erinnern an Lennie Tristano und Gil Evans. Das Cover korrespondiert passend mit der ruhigen, melancholischen, fast herbstlichen Stimmung dieser Aufnahmen; mit Helgoland ist im übrigen nicht die Insel, sondern das Kopenhagener Strandbad gemeint. (tjk)



Siehe auch:
Delirium
Blake Tartare (Blake, Kjærgaard, Westergaard)
Eggs Laid By Tigers
Spring

Jonas Westergaard: Helgoland



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