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Alle Rezensionen zu Schtimm
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Time, Space And Other Stories
(2006, Make My Day/Alive MMD020)

Eingespielt zwischen farbigen, von zackigen Herbstwinden herumgewirbelten Blättern und der regenklammen Tristesse graugetünchter Novembertage entspringt das dritte Album der Norweger verwunschenen Welten. Vielleicht ist es die raffinierte Zerbrechlichkeit, die fast sentimentale Auswüchse annimmt, vielleicht der versöhnliche Rockcharakter, der nur an wenigen Stellen die sanfte Oberfläche durchbricht und die Platte vor der drohenden Überromantisierung bewahren kann.

Sensibel ausstaffiert und mit filigranen Instrumentalspuren und detailreichen Tüpfelchen auf dem i beschwören sie unterschiedlichste Stimmungen, während eine Ahnung von Folk schwer über diesen Songs liegt, wie Tau auf den Blättern. Wer sich Lampshade, Beth Gibbons oder Sparklehorse beim gemeinsamen Musizieren vorstellen kann, der übersteht mit diesem Album die kälteren Tage des Jahres, auch wenn mangelnde Dringlichkeit und Aufregung den ganz großen Wurf vorerst in die Zukunft datiert. »TIME, SPACE AND OTHER STORIES« ist fordernd und gleichzeitig so sehnsüchtig, als habe die Band noch Hoffnung und große Träume. (maw)



Siehe auch:
Lampshade

 Schtimm: Time, Space And Other Stories

   

Featuring ...
(2004, Make My Day/Rough Trade MMD013)

Schtimm leben auch auf ihrem dritten Album noch in ihrer schrulligen kleinen Welt: Instrumente ins Boot gepackt, Hütten-Aufenthalt in einem nordnorwegischen Fjord ohne Strom und fließendes Wasser, Aufnahmen dann im Hønsehuset Studio und der Domkirche zu Bodø, verstärkt um ein klassisches Streichquartett, DNAs Trompetenfragmente und – in zwei Songs – den Gesang von Turbobegros Hank van Helvete.

In diesem gesunden Chaos aus (laut eigener Aussage) »Außenaufnahmen, Baden im Meer und Busse, die im schwedischen Outback Feuer fangen« entstanden mit trashigen Lofi-Sounds und Plastikorgel, Streicheldrums und schwerelosen Gitarren wieder höchst markante Songs. Das Ganze pendelt zwischen Melancholie und Hoffnung, getragen vom wechselnden Männer- und Frauengesang (der zeitweilig an die frühe Kate Bush erinnert). Hörenswert? Aber ganz be-schtimm-t! (peb)



Siehe auch:
Turbonegro

   

Plays Mrakoslav Vragosh
(2003, Make My Day/Zomba MMD005)

Manch ruhige Musik verleitet zum wohligen Träumen, bei anderer wiederum gerät man ins Tagträumen: Der Blick wird leer, alles wirkt surreal wie in einem Wachsfigurenkabinett. Schtimm machen letztere Art von Musik im Lo-Fi-Stil, was Vergleiche mit The White Birch oder Beth Gibbons nahelegt.

Die in Trondheim lebende, aber aus dem nordnorwegischen Saltdal stammende Band schreitet also schwermütig durch ihren Underground-Pop, abwechselnd unter der Leitung von Sängerin B und Sänger Æ. Und sie liebt es rätselhaft: Die Musiker verstecken sich hinter ominösen Kürzeln, die visuelle Ästhetik flirtet mit russischen Symbolismen, und die verschroben-versponnenen Songs könnten ohne weiteres den filmischen Animations-Meisterwerken des tschechischen Surrealisten Jan Svankmajer entsprungen sein. (peb)



Siehe auch:
The White Birch



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