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Alle Rezensionen zu Bridges
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Fakkeltog
(LP, 1980, Våkenatt VN01)

Wer wirklich souverän ist, wird entspannt und selbstironisch über die eigenen Jugendsünden schmunzeln können. Pål Waaktaar und Magne Furuholmen von A-ha ist es durchaus zuzutrauen, dass sie gerne launige Anekdoten über ihre erste gemeinsame Band Brigdes und ihre damals unüberhörbare Vorliebe für die Doors zum Besten geben. »FAKKELTOG« (Fackelzug), so der Titel des einzigen, im Selbstverlag veröffentlichten Albums der Band, lebt von der naiv-ernsthaften Begeisterung der Anfänger und trieft nur so vor Herzblut. Die vierköpfige Band bringt ihr Debüt unter großen finanziellen Opfern im Herbst 1980 im Selbstverlag heraus. Die Auflage: 1.000 Stück, von denen nur wenige verkauft werden. Heute sind die Scheiben unter echten A-ha-Fans die begehrtesten Sammlerstücke überhaupt.

Ohne den späteren Erfolg der Norweger könnte man »FAKKELTOG« ruhigen Gewissens hinten im Archiv ablegen. Heftige Bewunderung für den psychedelisch-intellektuellen Artrock der Doors prägt die Songs, die ausnahmslos von Pål Waaktaar-Savoy als reichlich bravem Jim-Morrison-Jünger mit erstaunlich tiefer Stimme interpretiert werden. Allein an Magne Furuholmens einfühlsamen Synthies lässt sich mit viel gutem Willen bereits die romantisch-überschwängliche Empfindsamkeit von A-has Pop in Cimemascope erahnen. Die Songs stammen fast ausschließlich aus der Feder von Pål Waaktaar und lassen bereits seine Fähigkeiten als gewieften Arrangeur aufblitzen. Mehr aber auch nicht. Richtig peinliche Jugendsünden hören sich anders an. Also lächeln wir am besten mit Magne und Pål über die ferne Lust am psychedelischen Kunsthochschul-Rock. (emv)



Siehe auch:
A-ha

 Bridges: Fakkeltog



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