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Alle Rezensionen zu Saint Thomas
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Let's Grow Together – The Comeback Of St. Thomas
(2004, Racing Junior/Indigo RJCD)

Er gilt als graue Eminenz der Bergenser Traurigkeit, die nun auch bei uns – endlich! – ein wenig ihrer verdienten Aufmerksamkeit erhält. Der ehemalige Briefträger Thomas Hansen alias St. Thomas erinnerte mit kantig-schrägem Country-Folk und näselnder Stimme stets vor allem an Neil Young, und wie dieser schreibt er wunderbare Songs, die ein sehnsüchtiges Ziehen im Herzen bewirken.

Er schafft es, dass selbst ein Titel wie »Sunny Day« eine Träne in die Augen treibt. Mit geschrammelter E-Gitarre und Banjo, mit lasch gepatschten Drums und der an eine billige Melodica erinnernden Orgel ähnelt er mehr dem Eigenbrötler Beck (der ja auch Hansen mit Nachnamen heißt) als den typischen Fußschellen-Folkbarden der Fußgängerzone. Wer mit Hansens schüchtern jaulendem Gesang klarkommt, wird das im Valdrestal mit Freundin Ilse Lazaroms und ein paar Kumpeln aufgenommene »Comeback« lieben. (peb)



Siehe auch:
Merry November


Zur Konzertkritik über Saint Thomas

 Saint Thomas: Let

Offizielle Website

Offizielle Website      http://stthomas.rocks/

   

There's Only One Of Me
(2007, Make My Day MMD022)

Lang möge die bleierne Schwere des Lebens auf diesen Schultern lasten. Mit diesem Wunsch schloss die letzte Rezension. Und die Dämonen sind zurückgekehrt. Trotzdem hat es Saint Thomas geschafft, wieder Musik als Ventil zu nutzen und Songs zu schreiben. Songs, wie er sie immer schreibt.

Zwischen schauderhafter Offenheit, gehaltvoller Distanz und sympathischen Understatement. Ein bisschen intimer als zuletzt, ein bisschen simpler, ein bisschen weniger packend und berührend. Die Melodien verschwimmen zu Blaupausen, und so gerät leider das sämtliche richtigen Töne verfehlende »There's Only One Of Me« zum einzigen Hinhörer. (maw)

   

Children Of The New Brigade
(2005, Make My Day MMD017)

Im Jahrestakt ist er wieder da. Der nimmermüde Loner, der sich endlich vom Würgegriff des Alkohols losriss, der ihm Eskapaden am laufenden Band bescherte: Wüste, unkontrollierbare Wutorgien auf der Bühne und totale Zusammenbrüche dahinter. Nun ist er clean. Und schreibt nur noch halb so herzzerreißende Songs.

Das Wimmern, das Sich-Aufreiben, das Bedingungslose ist robusten, aber gehaltvollen Folk-Rocksongs gewichen, die nicht selten auch mal 140 Akustikgitarrenanschläge pro Minute übersteigen. Die intimen, reduzierten und nachhaltigen Ditties werden so langsam Mangelware. Und wenn er im Bonustrack gar von einem »Cowboy On The Sunny Side« singt, dann wünscht man sich ein wenig wieder die Exzesse zurück, den hängenden Kopf. Aber das wäre wohl ein zu großes Opfer ... (maw)

   

Hey Harmony
(2003)

Hey heiliger Gitarrenmann! Was hast du da auf deinem dritten Album wieder für wunderbare Songs gezaubert? Wie näselst du dich wieder gekonnt durch die Zeilen! »The Sun Is Going Down / You Feel Like A Hiding Clown«. Und das Schlagzeug zieht seine Bahn; nicht zu schnell, nicht zu langsam, sondern: gerade richtig. »Be cool. Be nice.« Geht in Ordnung. (frk)

   

I'm Coming Home
(2002, City Slang/Labels Germany 811520-2)

Thomas Hansen tat recht daran, sich den Künstlernamen St. Thomas zu erteilen. Schon sein Debüt »MYSTERIOUS WALKS« bot überraschend schlichte Songs, wie man sie nur von liebeskranken Cowboys erwartet. Mit »I'M COMING HOME« sind seine Stücke noch präziser, dichter, verständlicher geworden. Und noch grandioser sein schüchterner, leicht jauliger Neil Young-Gesang!

Was für Lieder voller zerbrechender Sehnsucht und schmerzender Verzweiflung! Geradezu ergeben schrammelt dazu die Gitarre, findet sich hier und da eine klangende Mundharmonika; eine wimmernde Fiedel und die Drums halten so knapp wie möglich das Tempo. Das alles in gerade mal sieben Tagen eingespielt. So muss es auch sein. (frk)

   

Mysterious Walks
(2001)

St. Thomas' wenig erwähntes Debüt-Album zeigt auf einen Schlag, wo der Mann herkommt und wo er hin will: Es rumpelt die Gitarre, es dröhnt der Bass, und der Drummer humpelt hinterher. Doch gibt es schon jene wunderbaren Songs, die einen sogleich wissen lassen, dass in der Rauhheit bei gleichzeitiger Schlichtheit all die Stärke für künftige Werke enthalten ist. Ein Muss für jeden Fan, ein Lockmittel für den noch Unkundigen. (frk)



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