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Alle Rezensionen zu Jan Lundgren Trio
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

European Standards
(2009, ACT/Contraire 94822-2)

»EUROPEAN STANDARDS« ist die Weiterführung der »SWEDISH STANDARDS« von 1997; der Pianist Jan Lundgren hat eigens sein Trio wiederbelebt, nachdem er in den letzten Jahren verstärkt mit anderen Musikern und Projekten gearbeitet hatte. Aus verschiedenen Ländern wählte Lundgren ein »typisches« Lied aus, wobei die Auswahl auf den ersten Blick verwundert: Neben »Wien, du Stadt Meiner Träume« steht für Frankreich »Un Homme Et Une Femme« von Francis Lai, für Ungarn und die Schweiz zwei Volkslieder, für England geht »Here, There And Everywhere« von den Beatles an den Start, für Deutschland erklingt »Computer Liebe« von Kraftwerk.

Aber etwaige Befürchtungen, hier käme eine wilde, krude Mischung aus beliebig zusammen gewürfelten Liedern daher, werden durch die Bearbeitung von Jan Lundgren schon im Keim erstickt. Eine federnde Leichtigkeit durchweht die gesamte CD, hieran haben aber auch Lundgrens Begleiter einen großen Anteil: Drummer Zoltan Csörsz Jr. besticht durch herrlich feinfühlige Beckenarbeit, Mattias Svenssons Bass gibt das nötige Fundament und hüpft flink durch fast mitsingbare Soli. Darüber legt Lundgren seine Melodien, spielt ökonomische und doch virtuose Läufe, lässt Pausen, setzt Akzente mit Akkorden ohne die Stücke zuzukleistern oder -donnern. Spätestens nach Esbjörn Svenssons »Pavane – Thoughts Of A Septuagenarian«, einer Hommage an den verunglückten Kollegen, wird klar: eine wunderbar homogene CD, die mit jedem Hören besser wird! (tjk)



Siehe auch:
Jan Lundgren
Wolfgang Haffner

Jan Lundgren: European Standards

   

Flowers Of Sendai
(2014, Bee Jazz/Harmonia Mundi BEE 067)

Stil. Mit diesem Wort kann man diese neue CD des Jan Lundgren Trios am besten charakterisieren. Als wenn jeder Klavieranschlag, jeder Basszupfer und jeder Beckenschlag zuvor abgestimmt wäre.

Mit Mattias Svensson am Bass und Zoltan Csörsz Jr. am Schlagzeug sind seine Partner unverändert, sie spielen aber noch distinguierter als bisher. Keiner demonstriert seine Virtuosität: Csörsz lediglich als Begleiter, und Svensson scheint auch in seinen Soli jeden Ton auf die Goldwaage zu legen. Wie natürlich Meister Lundgren selbst, der auch mit zwei komplett allein gespielten Stücken brilliert: mit dem selbstkomponierten Titelstück und dem einzigen Standard, »Lush Life«. Dieser alte Strayhorn-Klassiker wird hier zum Inbegriff des Understatements – wenn schon Standards, dann die richtigen! Das übrige Repertoire stammt von Lundgren und Svensson sowie Stücken von Georg Riedel, Paolo Fresu und Richard Galliano. Mit »Man In The Fog« setzt Lundgren einen Schlusspunkt, der in seiner repetitiven Melodik und einfachen Rhythmik auch einem Esbjörn Svensson gut zu Gesicht gestanden hätte. (tjk)

   

Swedish Standards
(1997, ACT/Contraire 9022-2)

Mit »SWEDISH STANDARDS« betrat das Jan Lundgren Trio Neuland: Zwar gab es schon mehrfach zuvor Jazz-Bearbeitungen von schwedischer Folklore, aber kaum jemand wagte sich hierbei so weit vor wie der Pianist.

Mit seinen kongenialen Long-Time-Companions Mattias Svensson (b) und Rasmus Kihlberg (dr) verändert Jan Lundgren alte Kirchenlieder wie »Solen Glimmar Blank Och Trind« und »Joachim Uti Babylon« in Soul-Jazz, katapultiert »Visa Vid Vindens Ängar« in 5/4-Takt und spielt in »Waltz-a-nova« geschickt mit diesen Rhythmen. Brilliant ist das Trio schon hier, mit verblüffender Virtuosität lassen sie Altbekanntes neu klingen und erweisen sie sich als ein Weltklasse-Klaviertrio. Kein Wunder, dass diese CD in Schweden sogar in den Pop-Charts vertreten war.

(2009 wiederveröffentlicht) (tjk)



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