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Alle Rezensionen zu The Køln-Oslo-Protokoll
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

The Køln-Oslo-Protokoll
(2009, Künstlersache KS03)

Man kann nicht genau entscheiden, was hier was beeinflusst: die elektronische Musik den Jazz oder umgekehrt. Tatsache ist, dass die sechs deutschen und norwegischen Musiker des Köln-Oslo-Protokolls mit ihrer Musik vergessen lassen, diese Frage überhaupt zu stellen. Denn was dabei herauskommt, ist ebenso Elektroakustik und Experimentalelektronik wie Neue Musik, Nyjazz, Improvisierte Musik oder wie auch immer man das nennen will. Das klingt dann manchmal wie die Norweger von Supersilent, aber weniger manisch-genial. Oder wie nach 80er-Knöpfchendrehermusik à la Stockhausens Kölner Werke, aber weniger verkopft. Ein bisschen erinnert Matthias Mainz' Trompetenton an Arve Henriksen, doch er scheut sich auch nicht vor purem, schrillem Krach.

So wird das Album des Sextetts zu einer spannenden Reise in Grenzregionen zwischen instrumentaler und rein elektronischer Musik (die aus Laptops ebenso wie aus analogen Klangerzeugern stammt). Das schöne daran: Anders als bei anderen Krachmacher-Bands und Elektronik-Jüngern ist das hier immer von zumindest einem Hauch von Melodie- oder zumindest Strukturbedürfnis getragen. Was wiederum den Hörer mitnimmt. Der sich gern entführen lässt. Nach Oslo oder nach Köln? Egal. (sep)



Siehe auch:
Supersilent
Arve Henriksen

The Køln-Oslo-Protokoll: The Køln-Oslo-Protokoll



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