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Alle Rezensionen zu Melankolics
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Days Of Engine And Oil
(2009, Samsara Records/Nordic Notes SAMCD-03)

Kann ja mal vorkommen, dass man zu später Stunde richtig sentimental wird. Dass man die Vergangenheit verklärt: die kleine Heimatstadt, in der die Dinge vor 20 Jahren noch so wunderbar in Ordnung waren. Das Mädchen von damals, die erste Liebe, mit der man vermutlich nur keusch Händchen hielt. Dinge ändern sich. In der Welt der Melankolics untrüglich zum Schlechteren. Aber muss man deshalb reichlich larmoyante Rückschau betreiben und den Bekenntnis- und Betroffenheitsrock voller Inbrunst hochhalten? Der mit solch einem hemdsärmeligen Ernst daherkommt, dass man »DAYS OF ENGINE AND OIL«, das Erstlingswerk der Vier aus Joensuu, schon allein deshalb nicht fies fertigmachen kann, weil sie so nette bescheidene Arbeiterjungs sind. Hoffentlich.

Schön zu wissen, dass in der Brust dieser Herren aus der Provinz ehrliche Herzen schlagen, die Songs über die reine Liebe schreiben und ihre Mütter fragen, ob noch irgendwelche Zuneigung auf der Welt für sie übrig ist. Wo sie doch die unglücklichsten Männer auf Erden sind, wenn man ihren Texten lauscht. Tiefe Gefühle. Olle Kamellen, wenn auch durchaus passabel arrangiert. Denn der Musikstil der Melankolics orientiert sich am gefühlsbetonten Rock der 80er, durchaus folk-affin, in der Tradition der Waterboys oder Big Country etwa. Vorwärts, Violine! Was die Musiker rund um ihren Chefbarden Juha-Petri Koponen auf ihrem Erstlingswerk zelebrieren, ist die gute alte Hausmannskost. Das Leberwurstbrot mit Gurkenscheibchen. Das schmeckt zwischendurch. Aber bitte nicht alle Tage! (emv)

 Melankolics: Days Of Engine And Oil

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.melankolics.com



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