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Alle Rezensionen zu Transkaakko
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Kulo
(2009, Aarnihauta AAH01)

Wo wollen wir auftreten? Auf dem Mittelalterfestival? Auf dem Balkanspektakel? Auf dem orientalischen Basar? Oder irgendwo in einer Haschnebel-umwölkten Hippie-Enklave? Transkaakko (übersetzt: Südosten) können sich nicht entscheiden. Das Septett aus Turku, das sich in der Urbesetzung bereits in den 80er Jahren zusammenfand, hat Spaß am Spiel mit Gegensätzen. Wobei die finnische Sprache hier einer der bunteste Bälle ist, mit denen diese bodenständigen Experimentalisten jonglieren. Ganz abgesehen von der Oboe von Jaako Tolvi, die hier die eigentlichen Akzente setzt. Da ringeln sich die Schlangen aus dem Korb des Schlangenbeschwörers rollig dazu.

»KULO« (Feuer) ist bereits die vierte Veröffentlichung von Transkaakko. Sängerin Daniela Fogelholm, deren kraftvolle, fast bluesige Stimme bis in die letzten Basarwinkel trägt, begibt sich mit der Bandkarawane auf eine Reise. In die fernen Provinzen, wo sich die besonders spinnerten Progrocker tummeln. Sie flirrt wie eine Fata Morgana durch die ongs, mit einer hohen Lust am Experimentieren mit repetitiven Klangmustern. Noch ist nichts manifest, aber das Einlassen auf das Sich-Verlieren in rockig-experimentellen Endlosschleifen könnte schon an der nächsten Oase zur handfest-intensiven Realität werden. Ein Versprechen liegt hier in der Luft. (emv)

 Transkaakko: Kulo

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.transkaakko.com

   

Tuorla
(2012, Aarnihauta/Running Moose)

Das Staunen lernen. Wann sonst, wenn nicht beim Anblick des nächtlichen Sternenhimmels? Wenn alles, was schal und oberflächlich ist, unmerklich entschwindet. Gemeinsam mit allen allzu einfachen Zuordnungen. Transkaakko aus Turku, auf den ersten Blick in die Schublade Balkan-Progressive-Rocker eingeordnet, haben mit »TUORLA« Musik für die Sterne geschrieben. Für das Tuorla-Planetarium im Südwesten Finnlands. Die Songs sind während einer zweijährigen Phase der Himmelsguckerei entstanden und bieten auf wunderbare Weise Raum, den flüchtigen Gedanken nachzuhängen. Und bei den Sternschnuppen zu seufzen.

Ohne dabei in billige Gefühlsduseleien zu verfallen, sondern auf geradezu altmodische Weise die ernsthaften Emotionen hochzuhalten. Das hat zwar viel mit den Altvorderen zu tun, mit Pink Floyd und King Crimson, aber die finnische Großguppe, die seit den 80er Jahren zusammenspielt, hat sich eine neugierige Frische bewahrt, die bescheiden die Flagge der verträumten Ernsthaftigkeit hochhält. (emv)



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