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Alle Rezensionen zu Eläkeläiset
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

In Humppa We Trust – Live
(1996, Humppa/Indigo 8634-2)

Humppa ist ... wenn vier durchgeknallte, selten nüchterne Finnen die bekanntesten Chart-Ohrwürmer aus Rock, Pop und Metal im Polka-Stil nicht covern, sondern »verbessern«. Das behaupten zumindest Eläkeläiset selbst. Der Haken? Sie singen finnisch. Die Texte haben - entfernt - mit dem Original zu tun; Übersetzungs-Lücken füllen die Musiker einfach mit finnischen Schimpfwörtern oder »humppa«. Dazu malträtieren sie in atemberauschender Geschwindigkeit Bass, Akkordeon, Schlagzeug und Keyboard.

Ihre erste Live-CD lässt erahnen, was Eläkeläiset (zu deutsch: Rentner) on stage bieten: neben Trunkenheit am Instrument jede Menge Spaß für das Publikum - und sich selbst. Besonders schräg klingen die Versionen von »Enter Sandman« (»Soramonttuhumppa«) und »Macarena« (zu humppasch: »Panojenkka«). Eläkeläiset gehen jedoch nicht nur mit ihren Texten hart an die Grenze des guten Geschmacks, sondern auch optisch: Es kommt schon mal vor, dass die Rentner alle Hüllen fallen lassen und - nicht nur zur Zugabe - nackt auftreten. (nat)



Siehe auch:
Desert Planet
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol.3


Zur DVD-Rezension über Eläkeläiset


Zum Artikel über Eläkeläiset


Zur Konzertkritik über Eläkeläiset

 Eläkeläiset: In Humppa We Trust – Live

Offizielle Website

Offizielle Website      www.humppa.com

   

Humppa of Finland
(2017, Nordic Notes NN095)

»Humppa Hallelujaa« dürfte jeder Hörer auf Anhieb richtig zuordnen – dahinter verbirgt sich »Hard Rock Hallelujah« der ESC-Gewinner Lordi. Die anderen Coverversionen geben das Original nicht so einfach preis. Ein Ratetipp: Die Stücke stammen allesamt von finnischen Kapellen, »HUMPPA OF FINLAND« eben – passend zum 100. Unabhängigkeitstag.

Als durchgeknallte Besonderheit fahren Eläkeläiset mehr als hundert Gastmusiker auf, allesamt an … der Triangel. Dabei dürfen nicht nur Musiker deren Stücke auf der Scheibe verhumppat wurden ran ans Schlaginstrument, sondern ein fast kompletter Querschnitt durch die heimische Musikszene, von Espe Haverinen (22 Pistepirkko) über Joey Luumäki (Ne Luumäet) und Sami Elbanna (Lost Society) bis zu Ville Valo (HIM). In bewährte Polka-Schunkel-Galoppier-Manier übersetzt hat der Fünfer hier etwa Nightwish, Jim & The Beatmakers, Giant Robot, Michael Monroe, Poets of the Fall, Kwan, Sunrise Avenue – und »Rich Little Bitch« von Melrose. Der 48-Minüter macht nicht nur musikalisch großen Spaß, auch optisch: mit den Bandmitgliedern im Tom of Finland-Stil auf dem Cover. (nat)



Siehe auch:
Lordi
Ne Luumäet
Poets Of The Fall
Melrose

   

Humppakalmisto
(2013, Nordic Notes NN056)

Grrrrrrrrrroßer Spaß: Eläkeläisets »HUMPPAKALMISTO« ist das sage und schreibe 17(!). Album. Zum 20-jährigen Jubiläum verschlimmbessern die Finnen diesmal Volksweisen, Blues-Klassiker und frühe Popsongs. Wer schon immer mal wissen wollte, wie folgende Titel humppaesk klingen, sollte sich schleunigst diese Scheibe der durchgeknallten Rentner unter den Weihnachtsbaum legen (lassen):

Weder »Swing Low Sweet Chariot« noch »The Wanderer«, »Waltzing Matilda«, »Black Betty«, »’O Sole Mio« und das finale »La Bamba« sind sicher vor dem »Humppanator« von Onni, Petteri, Lassi, Martti und Kristian. Und wem »Guantanamera« in der »Froschfotzenleder«-Version Willy Astors nicht reicht, der sollte es mit Eläkeläisets »Aimolle Heila« probieren.

PS: Jungs, die Übersetzung »HUMPPAFRIEDHOF« weist doch hoffentlich nicht auf Euren Band-Ruhestand hin – humppaa tai kuole! (nat)

   

Humppasheikkailu
(2012, Nordic Notes/Broken Silence NN045)

Nein, wie allerliebst! Nein, wie putzig! Dass man sich bei den Humppa-Anarchisten von Eläkeläiset neuerdings zu solchen Kommentaren hinreißen lässt, liegt an ihrer unverschämt schunkeligen Neu-Interpretation des Fool´s Garden-Klassikers »Lemon Tree«, der hier allerdings »Hirsipuu« heißt. Wie gut, dass das deutsche Publikum nicht weiß, dass ein Hirsipuu ein Galgen ist! Sei´s drum!

Never change a winning team, lautet eine alte Fußballregel, und Eläkeläiset halten sich seit bald 20 Jahren an ihr Erfolgsrezept, die Klassiker der Rock- und Popgeschichte auf ihre ganz eigene Polka-Art gegen den Strich zu bürsten. Mit »HUMPPASHEIKKAILU« geht die Sause weiter. Dass dazu Schweiß, Rotz und andere Körperflüßigkeiten fließen, versteht sich von selbst. Mit souveräner Schrulligkeit beweisen die Finnen einmal mehr, dass sie keinerlei Berührungsängste vor den Hochheiligtümern der gehgobenen Populärmusik haben. Ob King Crimson oder die Dandy Warhols, ist doch alles Humppa! Heißa! (emv)

   

The Best Of The Kings Of Humppa!
(2 CDs, 2009, Stupido Twin Records/Nordic Notes NN032)

Bekanntlich sind Eläkeläiset der Meinung, dass alle Rock- oder Pop-Hits auch im Humppa-Outfit eine gute Figur abgeben, was ihnen schön häufiger juristische Scherereien einbrachte. Nicht nur deswegen sind sie – ebenfalls nicht nur – in ihrer Heimat Kult und zum Zeitpunkt dieser Rezension noch in der Vorentscheidung zum Grand Prix vertreten.

Auf ihrem Best-Of-Doppeldecker haben sie die besten Songs und noch ein paar mehr aus 10 Alben zusammen gestellt. Und kann der Hörer also versuchen, Songs wie Suzanne Vegas »Tom’s Diner«, Deep Purples »Smoke On The Water« oder »Das Model« von Kraftwerk zu identifizieren. Ob das gelingt? Egal, mit diesen versoffenen »Rentnern« kann man auch so seinen Mords-Spaß haben. Dennoch – nur eine CD als Best-Kollektion hätte wohl auch gereicht ... (peb)

   

Humppa United
(2008, Humppa/Indigo Humppa 040)

Na, wer hat's erkannt? Das heitere Original-Interpreten-Raten mit Eläkeläiset geht in die näxte Runde. Mit dem Opener »Humppaa Tanaan« machen es die Schunkel-Rentner dem Hörer noch leicht: »Kill The Poor« von den Dead Kennedys dürfte zu entziffern sein. Die Kalifornier spielten anno 1981 ebenso live in Finnland wie die britischen The Damned (hier mir »Hit Or Miss« alias »Humppamissi« dabei) und haben die Jungs aus Joensuu damals vielleicht nachhaltig beeindruckt.

Der Vergangenheit huldigen die Finnen außerdem mit »Puliukko« alias »Wooly Bully« von Sam The Sham And The Pharaos –hei Rentner, DAS wär' doch mal ein geiles Bühnenoutfit. Die neueren Stücke stammen überwiegend aus den nördlichen Breiten, wie Turbonegros »Boys From Nowhere«, Apocalypticas »I'm Not Jesus«, Disco Ensembles »Drop Dead Casanova«, Amorphis' »House of Sleep« oder Hanoi Rocks' »Fashion«. Fazit: 52 Minuten Spaß-Polka interpretiert von zum-Schreien-komisch (»Mummo« / »Humppaholisti«) bis zu so lala (»Humppatauti«). (nat)



Siehe auch:
Turbonegro
Apocalyptica
Disco Ensemble
Amorphis

   

Humppakonsertto
(2007, Humppa/Indigo Humppa 038)

2007 war ein trauriges Jahr für Eläkeläiset-Fans: Die Band beschloss ein ganzes Jahr zu pausieren; auf der Website prangt lediglich das Foto einer leeren Bühne, mit dem lakonischen Untertitel: »Wir kommen zurück – 2008«. Um ihren Anhängern die Wartezeit zu versüßen, schnitten die Jungs aus Joensuu vergangenes Jahr mehrere Konzerte mit.

Nach »IN HUMPPA WE TRUST – LIVE« anno 1996 schunkeln die Finnen nun vor heimischem Publikum. Das »HUMPPAKONSERTTO«, aufgezeichnet in Seinäjoki, Kuopio sowie Helsinki, fängt die ausgelassene Partystimmung während der Eläkeläiset-Auftritte ein. Klassiker und neue Hits inklusive. Und nun: fröhliches Titelraten. (nat)

   

Humppasirkus
(2006, Humppa/Indigo Humppa 030)

Nightwishs Suche nach einer neuen Frontfrau ist beendet: Bei »Jukolan Humppa«, der verschlimmbesserten Version von »Nemo« übernehmen Eläkeläiset mühelos den Gesangspart – und Mastermind Holopainen gastmusiziert im »HUMPPASIRKUS« ohnehin mit.

Spielfreudig wie schon lange nicht mehr fordern die Rentner aus Joensuu zum Tanz auf: Gigantisch mutiert Madonnas »Like A Virgin« zu »Humppaneitsyt«, entfesselt interpretieren sie »Hate me!« ihrer Landsmänner Children Of Bodom alias »Vihaan Humppa«. Dieses Album verzückt vom ersten bis letzten Polka-Takt, dank witziger, frischer Umsetzung sowie exquisitem Ausgangsmaterial, beispielsweise der Hellacopters, Cardigans oder Hives. (nat)



Siehe auch:
Nightwish
Children Of Bodom
The Hellacopters
The Hives

   

Das Humppawerk
(EP, 2006, Humppa 035)

»Die Tanzhalle ist wie gestorben, ich suche nach jemanden Passenden. Wo sind alle gierigen Weiber?« – so singt der »HUMPPAKAVALIER«. Er tanzt zwar nur für Geld; »ohne bewege ich mich nicht«, dafür gibt's ihn heute, nur heute, zum Sonderpreis.

Einen Sonderpreis verdienen auch die Humppa-Renter mit dieser EP, in der Kategorie »Deutsch für Anfänger«. Abgesehen vom Kraftwerk-Cover »Das Model« feiern sie nur Eigenkompositionen ab: Viermal finnischer Humor gepaart mit den gewohnten Polka-Rhythmen auf holperigem Deutsch – lediglich zwischendurch entfleucht Eläkeläiset ein herzhaftes, muttersprachliches »Saatana!«. Anhören, schmunzeln, Wodka trinken. (nat)



Siehe auch:
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol.3

   

Humppaelämää
(2003, Humppa/Indigo 23503-2)

Macht eine »Rentner«-CD ohne Coverversionen Sinn? Nach genialen Humppa-Versionen bekannter Rock-Klassiker kommen die Finnen nun mit eigenen Songs daher.

Zwar zeigt sich die Produktion in der Schnittmenge zwischen Foo Fighters, Kiss und Humpa-Beats produktionstechnisch ziemlich auf der Höhe der Zeit. Trotz des druckvollen Sounds und des gewohnt rauen Humors fehlt aber einfach etwas, so ganz ohne den Witz bekannter Songs im Humppa-Outfit. Doch wer weiß: Vielleicht werden ja Metallica irgendwann mal diese im Polka-Beat stampfenden Songs der Finnen covern ... (peb)

   

Pahvische
(2002, Humppa Humppa 020)

Mit Kettensäge, Ninja-Stern, Schrotflinte und Schlagstock bewaffnet schlagen die wahnsinnigen Serientäter wieder zu. Schänden mit dem Finger am Abzug Großtaten der Popmusik wie Harpos »Moviestar« oder Scooters »Faster Harder Scooter«, annektieren gleich die angesagtesten Finn-Hits von Crash, HIM und 22 Pistepirkko und wiederkäuen sie als ausrangierte und überdrehte Trashversionen.

Weiterhin schreddern sie mit Mordsgelüsten Cher im Gartenhäcksler und entführen grob fahrlässig Iron Maiden und gurten diese auf den elektrischen Humppa-Stuhl. Um sich anschließend nach einer High-Speed-Polka-Verfolgungsjagd ungesühnt auf und davon zu machen ... (maw)



Siehe auch:
The Crash
HIM
22 Pistepirkko

   

Jenkkapolkkahumppa
(EP, 2001, Tug Rec/Indigo Humppa 019)

»Humppasonni« – besser bekannt als Ville-Humppa aka »Join Me« in der Rentner-Variante – lässt die HIM-Fans Sturm laufen; alle anderen wischen sich verstohlen eine Lachträne aus dem Auge. Und machen sich auf die Suche nach der empfohlenen künstlichen Intelligenz, die zum Betrachten zugehörigen Videos nachdrücklich gefordert wird.

Skandalös auch die freie Interpretation von »Moviestar« alias »Humppastara«. Obendrein befanden Eläkeläiset die Hanoi Rocks-Herzschmerz-Ballade »Don't You Ever Leave Me« für verbesserungswürdig – und taten ebendies. Hinter dem Albumtitel verbirgt sich übrigens »Faster, Harder, Scooter«. (nat)



Siehe auch:
HIM
Hanoi Rocks

   

Humpan Kunikaan Hovissa 1994-1995
(2000, Humppa Humppa 014)

Diese »königliche Sammlung der besten je geschriebenen Humppa-Songs« verspricht 74 Minuten außerirdisches Hörvergnügen. Für ihre Best-Of-CD haben die Rentner aus Joensuu musikalische Unterstützung bei Petteri Terävä gesucht: Mühelos bearbeitet er Balalaika und Mandoline im unvergleichlichen Humppa-Stil.

Zwerchfellschäden sind nicht ausgeschlossen, wenn die Eläkeläiset-Version von »Smoke On The Water« erklingt. Und falls Lemmy von Motörhead je »Sorvarin Humppa« hörte (besser bekannt als »Ace of Spades«), wüchse ihm vor Schreck eine neue Warze. (nat)

   

Humppa-Akatemia – Best Of
(2 CDs, 2000, Stupido Twin Records TWINCD 50)

Dass Finnen im Langlauf Spitze sind, ist unumstritten. Aber Marathon? Eläkeläiset bringen es auf ihrem Best Of-Mixtape auf schelmische 50 Coverversionen nach dem patentierten Humppa-Rezept: Man zerhacke detailversessen Hits aus 30 Jahren Pop- und Rockgeschichte und interpretiere diese gewagt mit allerlei Schrottplatz-Instrumenten und Mini-Drumkit neu.

Über die volle Distanz von 148 Minuten sind die vom »Rentnerjugend«-Fanclub ausgewählten Kleinode natürlich nur mit genügend Finnisch-Wasser zu ertragen, und auch das Artwork kommt dieses Mal nicht so liebevoll daher. Trotzdem natürlich für Erstkontamination mit der wahnsinnigen Schunkel-Kombo außerordentlich empfehlenswert. (maw)

   

Werbung, Baby
(1999, Humppa Humppa 010)

Alltag im Seniorenstift einmal anders: Fröhlich dilletantisch feudeln im 2/4-Takt, Tagesration Schnaps nach richtigem Lösen des Humppa-Ratequiz (mögliche Antworten: Van Halen, Midnight Oil, Elvis, Aqua (groß: »Humppabarbi«), Red Hot Chili Peppers und Eagles) und Herzattacken beim arthritischen Rollstuhlpogo mit singender Säge, Keksdosenschlagzeug und Kirmes-Akkordeon.

Im Hintergrund fährt gerade Mika Hakkinen dem Schumi davon – deswegen gibt's von Track 18 bis 99 Formel 1-Motorengeheul in Endlosschleife. Ein anarchistisch und durchgeknalltes Kollektiv-Spektakel in Humppa. Und das Beste: Irgendwann sind wir alle alt! (maw)

   

Humppakäräjät
(1994, Stupido Twin Records Twin CD 022)

Der völlige Wahnsinn! Obwohl auf der internationalen Ausgabe des Debüts Knaller wie Nirvanas »Smells Like Teen Spirit« fehlen (hier, auf dem Original enthalten), bleibt genug Unglaubliches übrig. Schon mal Black Sabbaths »Paranoid« auf finnisch gehört? Oder Europes »The Final Countdown«?

Das Ganze nahm die Band angeblich unter höchst denkwürdigen Umständen auf: das Schlagzeug in einem Volkswagen, den Gesang in der Sauna, Bass im Keller und Gitarre samt Keyboard weit weg. Hoffentlich bekommen Ministry die Rentnerfassung von »Jesus Built My Hotrod« nie zu Ohren – Zwangsjackengefahr! (nat)



Siehe auch:
Europe



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