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Alle Rezensionen zu Choir Of Young Believers
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Rhine Gold
(2012, Ghostly International/K7/Alive)

Besinnungsmusik für kulitivierte Schöngeister schaffen. Jannis Noya Makrigiannis, der Macher hinter dem Projekt Choir Of Young Believers, hat sich für den Zweitling »RHINE GOLD« ehrgeizige Ziele gesetzt. Feine Gefühlszustände mit hohem Schmelz- und Schmachttfaktor beschreiben, aber stets so geschmackvoll, dass es an keiner Stelle kitschig klingt. Ästhetisierung des Alltags mit den Mitteln der Popmusik kann man das auch nennen, und schwupps! sind wir mitten in der hedonistischen, hochglänzigen Welt der 80er, in der sich alles um möglichst perfekte Oberflächen drehte. Utravox und Alphaville sind Impulsgeber, aber in der Kunst der eleganten Verlangsamung können sie von dem Dänen noch lernen.

Choir Of Young Believers haben ihren samtigen Sound in noch opulenter Gewänder gehüllt und kommen bisweilen um acht Gastmusiker verstärkt daher. Schlüpfen in prächtige Kostüme. Flirten auf dem zugänglich-discopoppigen Schmachtesong »Nye Nummer Ets« mit dem Erbe von Eskobar. Aber niemals kommen diese im Grunde plüschigen Sounds erdrückend daher, denn Makrigiannis legt sich in den bisweilen episch ausufernden Songs nie wirklich fest. Es bleibt ein untergründiges Element. Vielleicht ist es die organische Instrumentierung mit Klavier, Cello und Bass, die auf erdrückende Synthies verzichtet. Vielleicht sind es die aufblitzenden orientalischen Klänge oder die hippiesken Einsprengsel. Eine echte Diva wahrt ihr Geheimnis. Choir Of Young Believers wissen das. (emv)



Siehe auch:
Eskobar
CTM
An Gella

 Choir Of Young Believers: Rhine Gold

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.choirofyoungbelievers.com

   

This Is For The White In Your Eyes
(2009, Ghostly Gl-89)

In der Welt von Jannis Noya Makrigiannis fehlt etwas. Das Glück, vor allem. Die Freude und das Lachen gleich dazu. Der Mann hinter dem Projekt Choir Of Young Believers bewohnt eine Welt, in der eine dunkelblaue Abendstimmung herrscht. Beiläufig fällt ein zärtlich sanfter Regen. In der Welt von Makrigiannis trauert man über verpasste Gelegenheiten und uneingelöste Versprechen. Dieser Winter wird hart, sehr hart. Was tun, um nicht von einer stet wachsenden Schnee- decke sanft erdrückt zu werden? Auf ihrem Debütalbum bekämpfen die Dänen die lauernde Depression mit den Mitteln des schwelgerischen, aber zurückgenommenen Indiepop. Und jeder Menge rückhaltloser Romantik. Sehnsucht, oh Sehnsucht, du flüchtiges Gefühl!

Der schwärmerische Jüngling ist seit dem jungen Werther nie aus der Mode gekommen. Denken wir an Talk Talk, denken wir an den Rest der herzschmerzkranken blassen Träumer aus den fernen 80ern. Denken wir Mark Hollis und denken wir sogar den softeren Paul Young. Denken wir fein dosierte Synthies und sensible Pianos. Denken wir aber auch an einen Hauch aktuell angesagten Lo-Fi-Country. Dann sind wir schon ziemlich nah an dem, was Choir Of Young Believers in ihrer Dämmerwelt umtreibt. Mit »Action/Reaction«, wo übermütige Sonnenstrahlen die Düsternis kurzzeitig durchbrechen, ist sogar ein Song zum leisen Lächeln und gemäßigten Abtanzen dabei. Ach ja, seufz, du schnöde schöne Welt! Einziges Manko hier: Der allzu perfekt durchgestylte Sound. Kein Pickel verunziert das Gesicht der jungen Leider. Glatt, sehr glatt. (emv)



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