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Alle Rezensionen zu The Late Call
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

You Already Have A Home
(2010, Tapete/Indigo TR192)

Johannes Mayer hat Ambitionen: Der Stockholmer will auf seinem zweiten Album noch größer und besser schreiben, mindestens so wie Simon & Garfunkel, er will vom Leben und vom Scheitern und von Hoffnung singen, und er will mehr Instrumente, Instrumente, Instrumente. Streicher, Percussion, Piano, Bläser und dergleichen mehr. Wobei »YOU ALREADY HAVE A HOME« nicht »über-instrumentiert« klingt.

Was will man auch machen als armer geplagter Songwriter? Für große Emotionen muss man eben etwas weiter ausholen. Und wenn man nicht weiß, wohin mit seiner Melancholie, dann sind alle Mittel erlaubt. Johannes Mayer wird niemals laut – das wirkt bei ihm aber komischerweise nicht ermüdend, sondern viel eher wie ein stets wohliges Streicheln, ein Versorgt-Werden. The Late Call ist die norwegische Ausgabe des ganz, ganz großen Norwegers Thomas Dybdahl. Und sein aktuelles Album ein heißer Anwärter für die Jahres-Bestenliste. (peb)



Siehe auch:
Thomas Dybdahl

The Late Call: You Already Have A Home

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/thelatecall

   

Golden
(2015, Tapete/Indigo TR306)

Leise flehen meine Lieder: Diese Zeiten hat Johannes Mayer aka The Late Call entschieden hinter sich gelassen. Auf »GOLDEN«, seinem bereits vierten Album, wechselt der Mann aus Münster mit Wohnsitz in Stockholm beherzten Schrittes hinüber ins Poplager, wo die großen Gefühle so sprießen wie Löwenzahn im Frühling. Gehobener Herzschmerz, gefühlige Synthies, herrliche Harmoniegesänge, edle Empfindungen: Das sind keine zurückhaltenden kleine American-Songperlen mehr , das grenzt mitunter fast an Stadionpop. Coldplay lassen hier auch stimmlich grüßen, was durchaus nicht als Beleidigung gedacht ist! »Change Of Scenery« etwa ist eine Hymne, die sehr ans Herz geht. Dazu braucht man keine Feuerzeuge zu schwenken!

The Late Call kann aber immer noch leise, herzerwärmende kleine Folkpop-Preziosen schreiben. Wäre doch zu schade, wenn Johannes Mayer seine Wurzeln kappen würde! Was ruhige Schönheit ist, das hat er Musiker nicht vergessen. Und so kommt es, dass »The Pact« das berührendste Stück dieses Albums ist: Im Duett mit Ylva Cender geht es um einen Schwur zwischen zwei Menschen: Niemals aufzugeben, niemals so zu werden wie die resignierten Mitläufer. Es ist ihnen wohl gelungen! (emv)

   

Leaving Notes
(2009, Tapete TR146)

Ist Ehrlichkeit cool? Für Johannes Mayer alias The Late Call ist das nur eine rhetorische Frage. Aufrichtigkeit ist für den sanften Singer-Songwriterpoeten das Fundament, auf dem er steht. Auf seinem Debütalbum »LEAVING NOTES« widmet er sich mit Ernsthaftigkeit der sensiblen Menschenbeobachtung. Mit guter Seele und großem Herzen. Hört sich für Spötter furchtbar an, aber die sollen jetzt gefälligst schweigen. Denn der junge Künstler ist trotz seines Hangs zur Bekenntnislyrik ein ganz Feiner.

Der bei aller vorgeblicher Bescheidenheit alle Register zieht. Streicher schluchzen lässt, die Keyboards weinen und die Gitarre seufzen. Mit dem Mut, elaboriertes Songwriting und große Gefühle eine Liebesheirat eingehen zu lassen. Ein bisschen Präriemelancholie weht wie Lagerfeuerrauch über die blauen Weiten. Und irgendwie denkt man: »Woher weiß der das? Kennt der mich?« Und dann hat man hier Wesentliches verstanden. (emv)



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