Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Kiila
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Tuota Tuota
(2009, Fonal Records FR-65)

Manchmal scheint es so, als ob fast alle Veröffentlichungen des Fonal-Labels etwas mit Verlaufen im Wald zu tun haben. Die kleinen Seitenpfade wählen, die immer tiefer ins Dickicht führen. Wo Bedrohliches und Magisches gleichermaßen im Unterholz lauert. Wo eine magische Parallelwelt entsteht. Kiila, ein loses Kollektiv um Niko-Matti Ahti von den Experimentalrockern Kemialliset Yststävat, nähert sich auf seiner dritten Veröffentlichung »TUOTA TUOTA« (grob übersetzt mit »nun denn«) einer sehr eigenwilligen Variante des experimentellen, elektronisch-akustischen Spinnerfolk an. Kiila haben mit den Waldschraten aber mindestens ebenso viel gemeinsam hat wie mit den haschumnebelten Krautrock-Bärten und ihren Drone-Experimenten. Nicht von der Lautstärke, aber von der kreativen Verschwurbeltheit her. Pflegen aber gleichzeitig eine eigensinnige Naivität und Verträumtheit, mit Violine und sanften Frauenstimmen. Wie der von Laura Naukkarinen, der Musikerin Lau Nau, ebenfalls einem Fonal-Gewächs. Es bleibt alles in der Familie.

Kiila geben Rätsel auf. Lassen sich nicht fassen. Bewegen sich mit der Flinkheit von Wasser zwischen den Stilen und verschwinden, bevor man auch nur auf die Idee kommt, sie fassen zu wollen. Entfernen sich nie völlig von der traditionellen Folksongstruktur und geraten trotzdem dabei auf gehörigste Abwege. Kiila sind in ihren besten Momenten ein nachdrückliche Erinnerung daran, dass wir nicht für alle Phänomene eine schlüssige Erklärung finden müssen. (emv)



Siehe auch:
Lau Nau

 Kiila: Tuota Tuota

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/kiilamusic



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel