Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu The Don Darlings
(Genre »Rock«, Land »Grenzgänger«)

 

The Shortest Straw
(2010, Alleycat Records/Soulfood ALC 020)

Der Teufel lebt in Dallas. Endlich haben wir Gewissheit. Aber wie es mit dem Teufel so ist, er lässt sich trotz fester polizeilicher Meldeadresse nicht via Google Maps verorten. Treibt sein faustisches Spiel zwischen Prärie, Sandwüste, Saloon und nächtlichen Kirchhöfen. Die Don Darlings wissen das genau und zeigen einen gehörigen Respekt vor dem Herrn mit dem Pferdefuß. Mit geziemendem Ernst distanziert sich das schwedische Quintett auf seinem Debütalbum »THE SHORTEST STRAW« entschieden von der angepassten, bambiäugigen Country-Tradition und schlägt sich bewusst auf die dunkle Seite, die Verliererseite. Heimeligkeit ist es hier nicht. Johnny Cash und Lee Hazlewood nicken zustimmend vom Himmel herunter, Tom Waits und Nick Cave nehmen noch einen Schluck Southern Comfort. Das Getränk hieße in diesem Fall besser Southern Anxiety. Draußen geht der Teufel um.

Dämmerig, fast schon dunkel ist es in der Welt der Don Darlings. Trost findet man hier nur im Alkoholkonsum und der Gewissheit, dass Satans Gegenspieler den Kampf noch nicht aufgegeben hat. Den Schweden gelingt es, eine perfekte Balance zu halten zwischen untergründigere Ironie und selbstbewusster Ernsthaftigkeit. Sie vertrauen der Kraft des Blues und kombinieren sie mit einer gehörigen Achtung vor den grundlegenden Dingen des Lebens. Schmerz. Getriebensein. Fallen. Aufstehen, irgendwie. (emv)

The Don Darlings: The Shortest Straw

   

The Don Darlings
(2014, Alleycat Records/Flight 13 -)

Ein Texaner, ein Finne, ein Pole, ein Norweger und ein Schwede. Gemeinsam sind sie The Don Darlings – und klingen trotz der amerikanischen Minderheit nach wildem Westen. Irgendwo zwischen »Spiel mir das Lied vom Tod«, Johnny Cash, Nick Cave und Leonard Cohen, garniert mit einer Prise Chris Rea und einem extra großen Schuss Düsternis findet das Quintett seine ganz persönliche Nische.

Die Americana-Folk-Country-Mischung reicht vom minimalistischen Opener »Resurrection« in Singer/Songwriter-Manier über das verwaschen groovende »If You Can't Be Good« bis zum dunkel dahinfließenden Finale »Let The River Run«. 40 Minuten lang garantiert »THE DON DARLINGS« beste Unterhaltung, wenngleich mit einiger Verspätung: In der schwedischen Wahlheimat der Truppe um Damon »The Reverend« Collum erschien das Album bereits im November 2013. (nat)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel