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Alle Rezensionen zu Galar
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Til Alle Heimsens Endar
(2010, Dark Essence Records KAR055)

Da sag noch mal einer, Männer mögen kein Vor-/Nachspiel, sie lieben es sogar – zumindest falls es von Galar stammt und deren zweites Werk »TIL ALLE HEIMSENS ENDAR« ein-/ausleitet. Abzüglich »Forspill« und »Etterspill« bringt es das Duo Marius Kristiansen (Gesang, Gitarre, Bass) und A. B. Lauritzen (Klargesang, Klavier, Fagott) immerhin noch auf einen knapp 39-minütigen Hauptakt. Das Duo verquirlt vollendet Black Metal mit traditionellem nordischem Folk, ohne Furcht vor metal-atypischen Instrumenten wie Fagott oder Bratsche. Ein kleines Gaststreicherensemble unterstützt die beiden Bergener ebenso wie Schlagzeuger Phobos (Gravdal, Aeternus, Malsain) und Sängerin Cecilie Langlie. Die norwegischen Texte stammen dagegen aus der Feder Jorge »Blutaar« Scholz' (Drautran).

Das Gesamtkonzept des zweiten Albums ist jedoch vielmehr als ein schnödes Folk-Black-Metal-Treffen: Es basiert auf der »Heimskringla« des Autors Snorri Sturluson, der bekanntesten Sage der alten norwegischen Wikingerkönige. Statt Wikingern prallen im ersten Lied »Ván« jedoch typisches schwarzmetallisches Krächzen samt Schlagzeug auf wunderbar singende Gitarren plus Klargesang, rasante Riffs auf akustische Passagen, das Ganze krönt 2004 gegründete Band überdies mit extrem variabler Rhythmik. Satt groovend erklingt das wütende »Paa Frossen Mark«, wogegen das instrumentale »Det Graa Riket« in seiner dramatischen Pracht wunderbar zu einem Theaterstück passte. Freunde von Ásmegin, Solefald, Borknagar oder Windir sollten Galar bei Gelegenheit auf jeden Fall antesten. (nat)



Siehe auch:
Ásmegin
Solefald
Windir
Borknagar

 Galar: Til Alle Heimsens Endar

   

De Gjenlevende
(2015, Dark Essence Records -)

Galar ließen sich ganze fünf Jahre Zeit für den Nachfolger von »TIL ALLE HEIMSENS ENDAR« – und dieser Reifeprozess hat Album Nummer Drei definitiv gut getan. Bereits im namengebenden Opener »De Gjenlevende« zieht das Duo Fornjot (Are B. Lauritzen) und Slagmark (Marius Kristiansen), ergänzt durch einen Schlagwerker, alle Register: Auf ein melancholisches Gitarrenintro lassen sie ein finster-frostiges schwarzmetallisches (Riff-)Gewitter mit fiesem Krächzgesang folgen, durchbrechen es mit weiteren Akustik-Saitenpassagen und überraschen mit klar gesungenen Teilen sowie Streichern.

Die Kombination aus Black-Folk Metal, vielfältigem Gesang und atypischer Instrumentierung mit Klavier, Streichern und Hörnern dominiert das komplette Konzeptalbum. Sicherlich mag das für den einen oder anderen Hörer gewöhnungsbedürftig sein, doch gelang es den Musikern aus Bergen so ein Werk zu schaffen, das mit jedem Durchlauf gewinnt. Fulminant geglückt ist die virtuose Verbindung aus Blechbläsern und Blastbeats in »Bøkens Hymne«; tief in düstere Abgründe blickt das Trio mit dem kurzen instrumentalen Intermezzo »Ljös«, stürzt sich dann wieder kopfüber in das erfrischende, spannende symphonisch-treibendes Wechselspiel. Chartanwärter? Chartanwärter! (nat)



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