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Alle Rezensionen zu Fortíð
(Genre »Metal«, Land »Grenzgänger«)

 

Völuspá Part III: Fall Of The Ages
(2010, Schwarzdorn Production/Soulfood ?)

Wie klingt Black Metal typischerweise? Genau wie im zweiten Lied (»Austursins Heimsenda Her«), bei exakt 4 Minuten und 15 Sekunden. Das heißt aber nicht, das »VÖLUSPÁ PART III: FALL OF THE AGES« des Einmannprojekts Fortíð ein reines Black Metal-Album ist: Im dritten Teil seiner Völuspá-Trilogie webt Einar »Eldur« Thorberg ein atmosphärischen (Synthie)Klangteppich mit dichten Gitarrenwällen und diversen Pagan-Elementen. Die sieben Lieder reichen dabei vom langsamen »Ný Dögun« mit Klargesang bis zum rasanten »Fall Aldanna«; die Stimmung schlägt im Laufe der knappen Dreiviertelstunde von rasanten Gewitterstürmen zu melodischer Dramatik um.

Der Grundtenor bleibt dabei aber immer sehr melodisch – und mystisch, auch dank der isländischen Texte: Die Inspiration für die 2003 mit »VÖLUSPÁ PART I: THORS ANGER« begonnene Serie lieferte der isländische Nationalepos, die Edda; genauer gesagt dessen bekanntestes Lied »Die Weissagung der Seherin«. Fazit: Eine absolute Empfehlung für anspruchsvolle Schwarzmetaller. Hoffentlich gibt es Fortíð bald live zu sehen, denn der Wahlnorweger Eldur hat inzwischen diverse Mitstreiter um sich gescharrt, alias Øystein Hansen (Gitarre), Rikard Jonsson (Bass), Daniel Theobald (Schlagzeug) und Gaute Refsnes (Keyboard). (nat)

 Fortíð: Völuspá Part III: Fall Of The Ages

   

9
(2015, Schwarzdorn Production/Soulfood -)

»9« ist irritierenderweise das fünfte Album von Fortíð um Bandkopf Einar Thorberg – beinhaltet dafür aber exakt neun Stücke. Der Wahlnorweger strickt um ein klassisches Black Metal-Gerüst ein abwechslungsreiches Album, das sowohl mit Folk- als auch Pagan-/ Viking-Elemente aufwartet.

Schon der hochkarätige Opener »Hrafnar« deutet an, wohin die Reise gehen wird, mit einem Wechsel spiel aus harschem und hypnotischem, fast choralem klarem Gesang, eindringlichen Melodien und massiver Instrumentenwand. Zwar dominiert eine immer düstere Atmosphäre den 58-Minüter, doch lockert die Kapelle ihre Lieder facettenreich mit Klargesang (»Leit«) und akustischen Gitarren auf, die Geschwindigkeit reicht von Raserei über Midtempo bis zu bedrohlich schleppenden, basslastigen Passagen (»Viska«). Wer es schwarzmetallische Harmonien mag: hören. (nat)

   

Pagan Prophecies
(2012, Schwarzdorn Production/Soulfood SD42CD)

Fortid, das ehemalige Einmann-Projekt des Isländers Einar Thorberg ist nun zum nordischen Quartett angewachsen: Nach dem letzten Album der Völuspá-Trilogie zog Thorberg nach Norwegen um, rekrutierte Øystein Hansen (Gitarre), Rikard Jonsson (Bass) plus Daniel Theobald (Schlagzeug) und spielte mit ihnen einige Live-Shows. Jetzt debütiert der Isländer in dieser Besetzung mit »PAGAN PROPHECIES«, wobei er sich auf Gesang, Gitarre und Synth konzentriert – erstmalig mit komplett englisch gesungenen Texten.

Das musikalische Grundgerüst des Albums bilden Pagan und (melodischer) Black Metal, gemischt mit Folk und avantgardistischen Elementen. Schon im eröffnenden Titelstück verquirlt das Quartett unbeschwert Akustikgitarren, Krächzgesang, Black, Death und Chöre. Fortids Spektrum reicht von ruhigen Passagen bis zum Thrash-Riff in »Að Handan«. Das detailverliebte Songwriting garantiert Spannung von Anfang bis Ende, auch bei Songs zwischen sieben und acht Minuten Länge. Kleines Manko: Manche Passagen klingen mir zu dumpf. Nur eine Frage bleibt offen: Habt ihr in dem Hidden Track (18 Minuten(!) Gewitter) eine geheime Botschaft versteckt – oder wolltet ihr uns nur eine akustische Abkühlung für heiße Sommertage schenken? (nat)



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