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Alle Rezensionen zu Dismember
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Indecent And Obscene
(1993, Nuclear Blast NB 77)

Unter den Jugendschützern sorgte das Frontcover von »INDESCENT AND OBSCENE« für Aufruhr und einem Schrei nach Zensur: Zu brutal erschien ihnen der geöffnete Oberkörper des Schlagzeugers Fred Estby mit darin eingebettetem Dismember-Logo – übrigens entworfen von Nicke Andersson (Entombed, Hellacopters). Auch die Rückseite des Debüts (Band mit nacktem Oberkörper, umgedrehten plus normalen Kreuzen, blutbeschmiert) löste Kontroversen aus. Nun ja heute, also 15 Jahre später, bietet jede Nachrichtensendung mehr Blut und Brutalität.

Der Sound des Zweitlings passt jedenfalls nach wie vor zum Cover: Rasanter, rotziger, rabiater Schwedendeath. Granaten wie »Skinfather« und »Reborn In Blasphemy« sprengen die Konkurrenz noch Jahr(zehnt)e später aus dem Weg – doch Kärki kann auch anders: Heiser brüllt er die »Dismember-Ballade« alias »Dreaming in Red« ins Mikro. Auch dieses Klassikeralbum hat Regain Records später neu aufgelegt, und ergänzt um zwei Bonustracks: »Hill 112« aus dem Jahre 1996 und das zwei Jahre jüngere Death-Cover »Beyond the Unholy Grave«. (nat)



Siehe auch:
Entombed
Hellacopters

 Dismember: Indecent And Obscene

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.dismember.se/

   

The God That Never Was
(2006, Regain Records RR-083)

Dismember proudly presents: Longplayer Nummero sieben. Wieder einmal schaffen es die Schweden um Matti Kärki in nur 35 Minuten elf Stücke einzuhämmern – und wieder heißt es: Stilwechsel? Fehlanzeige. Allerbester melodischer Death, in Vollendung vorgetragen von einer legendären Truppe. Die Jungs stampfen alles in Grund und Boden, egal in welchem Tempo.

Das instrumentale »Phantoms (Of The Oath)« mal beiseite gelassen ballern die Songs à la »Time Heals Nothing« aus den Boxen. Ein satter Rundumschlag, der mit dem nackenbrechenden Titeltrack loslegt und mit von klassischen Metalgitarren geprägten »Where No Ghost Is Holy« endet. Dismember sind auch 2006 nicht aus der Szene wegzudenken. (nat)

   

Where Iron Crosses Grow
(2004, Karmageddon KARMA-025CD)

Vier Jahre verstrichen seit »HATE CAMPAIGN« – und Dismember klingen als sei keine Sekunde vergangen. Introlos kracht der Titelsong und Opener »Where Iron Crosses Grow« aus den Boxen, mit dem zurückgekehrten Cabeza am Bass. Willkommen zurück in den (frühen) Neunzigern. Warum sollten Dismember auch ihren Stil ändern?

Wer melodischen, technischen, groovenden Schwedentod mag, der kann sich auch im Jahre 2004 auf Dismember verlassen. Temperamentvoll prügelt der Fünfer mit seinen unverwechselbaren Gitarren alles an die Wand, fast wie zu Debützeiten. Die Truppe steigert sich von Stück zu Stück, via »Where Angels Fear To Tread« bis zum fabelhaften Schlusspunkt »As I Pull The Trigger«. (nat)

   

Hate Campaign
(2000, Nuclear Blast NB 419)

Auch auf dem Fünftling bleiben Dismember unverkennbar: Das Schlagzeug bolzt heftig, die Gitarren sägen was das Zeug hält, Kärki röchelt sich die Lunge aus dem Leib. Lässig blasen die Schwedendeather immer noch die Mehrheit ihrer Genrekonkurrenten an die Wand. Das Quintett liefert als Band insgesamt eine kompakt starke Leistung, garniert mit den Gitarren als fettes Sahnehäubchen: Vom Opener »Suicidal Revelations« bis zum abschließenden, schleppenden Titeltrack liefert die Saitenfraktion eine vollkommene Leistung; die Melodien von »Enslaved To Bitterness« könnten auch bei Children Of Bodom erklingen.

Einerlei ob Mattis Mannen ihr Material im »Midtempo« (für andere Combos: Uptempo) oder der bandeigenen Hochgeschwindigkeit eintrümmern: Astreine Arbeit. Absoluter Höhepunkt »Beyond Good And Evil« mit satter Doublebass, rasanten Strophen, ordentlich Groove und Mitgröhlrefrain. Einige Jahre später erscheint »HATE CAMPAIGN« erneut, bereichert durch zwei Bonustracks. (nat)

   

Death Metal
(1997, Nuclear Blast NB 250)

Genau so stellt sich der Laie (Death) Metal vor: Totenschädel, Geknüppel, Gegrunze, kaum erkennbare Texte – auf ihrem Viertling »DEATH METAL« bedienen die fünf Schweden jedes Klischee. Der Titel ist Programm: Death-Geschrubbe in Höchstgeschwindigkeit bis die Ohren bluten. Freunde dieses Genres erkennen hier jedoch durchaus Tempowechsel und Melodien.

Da gibt es die »Pendler« zwischen schnellen Strophen und groovenden Refrains wie der Opener »Of Fire«, die aggressiven Akustikmassaker wie »Trendkiller« samt Extremst-Vocals / den Double-Bass-Brecher »Bred For War« oder Gitarrenhymnen wie die Singleauskopplung »Misanthropic«. Zum Schluss bieten die Nordlichter dann das langsamste Stück »Mistweaver« mit tiefer gestimmten Instrumenten und Sprechgesang. (nat)

   

Massive Killing Capacity
(1995, Nuclear Blast NB 123)

Mag Matti Kärkis »Gesang« auch nicht jedermanns Geschmack sein... was die fünf Schweden auf ihrem dritten Album zum Besten geben, ist Death Metal im klassisch(st)en Sinne: Schnelle (Bass)Gitarren, treibendes Schlagzeug, eine bitterbös röchelnde Stimme – eben eine knallharte Headbangvorlage. Interessanterweise ist das Songwriting auf »MASSIVE KILLING CAPACITY« nicht nur Angelegenheit des Sängers und der Gitarristen David Blomqvist / Robert Sennebäck, auch Bassist Richard Cabeza sowie Schlagzeuger Fred Estby beteiligten sich an Texten und Musik.

Der Sound insgesamt erinnert leicht an die früheren Sepultura-Werke – abgesehen von der reinen Instrumental Ballade »Nenia«. Mit »I Saw Them Die«, »On Frozen Fields« und »To The Bone« glückten den Nordlichtern verdammt eingängige Gassenhauer. (nat)



Siehe auch:
Edge Of Sanity

   

Pieces
(EP, 1992, Nuclear Blast NB 60)

Nachdem »LIKE AN EVERFLOWING STREAM« mit einem Paukenschlag in der Death Metal-Szene eingeschlagen hatte, legten Dismember mit dieser kleinen, feinen EP nach. Gefolgt von einem kurzen Schrei hämmern die Schweden fünf gnadenlose, wuchtige Songs auf »PIECES«. Bereits wie auf dem Debüt singen sorgfältig arrangierte, wieselflinke Leadgitarren über enormen Riffwalzen, Kärki röchelt, schreit, die Drums scheppern und krachen. Ein Freudentag für Genrefans.

Wer das Album in seiner Sammlung vermisst – oder einfach nicht genug bekommen kann, der halte sich an die Wiederveröffentlichung: 2005 verwandelte Regain Records die EP in einen schicken Digipack-Longplayer; das Label packte zehn Bonustracks obendrauf, live eingetrümmert in Stockholm anno 1993. (nat)

   

Like An Everflowing Stream
(1991, Nuclear Blast NB 047)

Der Erstling der Schweden erreicht schnell Kultstatus bei den Death Metalheads: Viele feiern ihn als eines der besten Debütalben in diesem Sektor. Schon bald teilen sich Dismember gemeinsam mit Entombed und Unleashed den skandinavischen Death-Thron.

Zwischen brutalen Klängen der Rhythmustruppe und aggressivem Gebrüll des Fronters stehen ungemein melodische Gitarren – wie die »ohrale« Einnahme des Openers »Override Of The Overture« oder die gewaltigen Nackenbrecher »Dismembered«/»Skin Her Alive« beweisen. Bleiben noch die Texte: Diese veranlassten den australischen und englischen Zoll, die Einfuhr des Albums zu verbieten – die beste kostenlose Werbung für die Truppe. (nat)



Siehe auch:
Unleashed



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