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Alle Rezensionen zu New Found Land
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

New Found Land
(2013, Fixe Recordings/Broken Silence)

Trotz des etwas seltsamen Bandnamens ist New Found Land mittlerweile ganz das One-Woman-Projekt von Anna Roxenholt. Nach dem verhaltenen Debüt und dem etwas flotteren Zweitling ist Album Nummer drei nun wunderbar eingängig, streckenweise gar mitreißend poppig ausgefallen, und das sogar entgegen der sich durchziehenden introspektiven Grundstimmung und dem Fokus auf sensibel persönliche Texte. Nicht allen zwölf Liedern verhilft das einzelgängerische Basteln rundum zum Vorteil: »Windowsill« zum Beispiel hätte ein strenger Producer womöglich mit mehr Ausarbeitung dazu verholfen, dass aus dem Homemade-LowFi-Charme ein vollwertiger Song mit mehr Kontur geworden wäre. Doch schon im Anschluss folgt mit »The Cross« ja wieder ein gar wunderbarer Gitarrenpopsong, so leichtfüßig und atemlos, dass man gar nicht anders kann als mitzugehen.

Anna Roxenholt trifft häufiger den Nagel auf den Kopf als nicht, egal ob sie einen unscharf-schönen Anti-Hit wie »Mirror«, der charmant überbordend endet, oder eine tanzbare Nummer wie »The Hunter« aus dem Ärmel schüttelt, ob sie noch mehr auf Elektropop setzt (»Everything Works«) oder zurück zum zarten Singer-Songwriting geht (»Nothing's ever been easier«). Seit sechs Jahren lebt sie in Berlin, und die Stadt scheint sie vielfältig zu inspirieren. Wirklich toll wäre nun, wenn sie bei Album Nummer 4 ihr Jazzsaxofon wieder auspacken würde. Kluge Popmusik mit individuellem Charme. (ijb)

 New Found Land: New Found Land

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.new-found-land.se/

   

Lore
(2016, Fixe Recordings)

Ist Anna Roxenholt beim Entstehungsprozess ihres vierten Albums »LORE« in den Honigtopf gefallen und hatte danach eine Überdosis schmelzender Süße intus? Auf diese Idee könnte man fast kommen, denn das One-Woman-Projekt New Found Land setzt neuerdings auf schwülstige Synthies und überkandidelte Disco-Klangwelten. Und einen intellektuellen Überbau hat der Viertling auch noch vorzuweisen: Die Chanteuse ließ sich von alten Mythen und Geschichten inspirieren: Vom Sufismus über europäische Feuerrituale und ägyptische Flüche bis hin zu Pythia, der weissagenden Priesterin des Orakels von Delphi, Namensgeberin des Album-Openers. 

Noch Fragen?

Die gute Nachricht ist: Ein überkandideltes, äußerst phantasiebegabtes Pop-Spielkind ist die Schwedin mit Wohnsitz in Berlin geblieben, wenn sie lustvoll und übermütig zugleich mit »Swedish Licorice« eine Ode auf den Süßkram ihrer Heimat schreibt. Mit Soundschnippseln spielt und so nebenbei über merkwürdige Sexpraktiken schreibt. Oder sich im schwülen »Late Blooming Dancer« an Synthiefanfaren wie im Van-Halen-Klassiker »Jump« wagt. Langweilig wird einem bei diesem Sturzflug in den Kirmes-Zuckerwatte-Stand jedenfalls nicht! Und fröhlich abtanzen kann man zu diesen eigenwilligen Sounds in Cinemascope auch noch! (emv)

   

The Bell
(2010, Fixe Recordings/Broken Silence FIXE005)

»THE BELL« von New Found Land wurde in Skandinavien – und erstaunlicherweise auch in den Benelux-Ländern – bereits im Spätherbst 2010 veröffentlicht. Eigentlich unverschämt, dass Deutsche, Österreicher und Schweizer fast vier Monate länger darauf warten müssen, denn: Das Album sollte jeder Liebhaber intelligenter Pop-Musik hören. Die Kapelle um die Göteborgerin Anna Roxenholt komponierte hierfür elf raffinierte, facettenreiche Stücke, die auch noch im Gedächtnis bleiben nachdem der letzte Takt verklungen ist.

Das dominierende Element über die gesamten 39 Minuten ist natürlich der Gesang der Multi-Instrumentalistin und inzwischen Wahlberlinerin – in »Human« wunderbar von einer männlichen Zweitstimme begleitet. Neben Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard tragen zusätzlich Klavier, Saxophon, Tuba, Posaune, Klarinette und Vibraphon ihren Teil zu den Melodien bei. Das locker groovende »A Storage Plan« folgt ungezwungen dem tänzerischen, verspielten »Love In Itself«; mit »Jag Tar Smällen« haben New Found Land außerdem ein starkes schwedisches Stück im Gepäck. Zugreifen! PS: Das nächste Album hätten wir dann gerne alle zeitgleich. (nat)



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