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Alle Rezensionen zu Bored Man Overboard
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Rogue
(2011, Hazelwood)

Sie sind so jung, und dabei so ernsthaft, so erwachsen, so hellsichtig. Haben sich blaue Flecken auf dem Herzen geholt und die Verletzungen in feinen, dunkelgrau funkelnden Folkpop sublimiert. Das Septett aus Stockholm gibt auf seinem Debütalbum »ROGUE« die elegischen Schmerzensmänner, die bei Gegenwind den Kragen hochstellen und unbeirrt ihren Weg weitergehen. Den Weg der einsamen Poeten, denn wie kämen sie sonst darauf, mit »Stopping By Woods« das berühmteste Gedicht des US-Dichters Robert Frost behutsam zu vertonen? Bored Man Overboard spielen verlangsamten Folkpop für die dunkelsten Nachtstunden, kurz vor Mitternacht in der Notaufnahme. Bisweilen können sie wie bei »Wealth And Cry« unvermittelt in leidenschaftliches Aufbegehren ausbrechen und sich wie die Katzen an die melancholische Euphorie von Arcade Fire anschmiegen.

Traurige Violinen, gefühlige Trompeten, sanft puckernde Banjos, dazu die dunkle Stimme von Sänger David Khan: Die Schweden kommen mit unterkühltem Pathos, einer gewissen Feierlichkeit und einer unbedingten Ehrlichkeit daher, die abgebrühte Gutmenschen-Hasser wohl nur schwerlich ertragen können. Zu lachen gibt es hier wahrlich wenig. Zum (mit)leiden umso mehr. Intensiv, bisweilen an der Schmerzgrenze gehend, bis ins kleinste Detail fein ziseliert ausgearbeitet . Aber es ist niemals ganz düster in der dunklen Welt von Bored Man Overboard: Die ganze Zeit flackert hier ein fernes Licht, das niemals ausgeht. (emv)

 Bored Man Overboard: Rogue

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.boredmanoverboard.com/



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