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Alle Rezensionen zu This Is Head
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

0001
(2011, Adrian Recordings/Alive ARCD096)

Verloren im Dschungel der Zitate? Wir doch nicht! Wir hantieren mit den verehrungswürdigsten 70er- und 80er-Versatzstücken, stapeln sie fein auf und zünden dann ein Feuerchen an. Und siehe da: Die durch die Hitze hochgewirbelten Aschefetzen tanzen und wirbeln, als feierten sie triumphale Auferstehung. This Is Head aus Malmö bewegen sich auf ihrem Debütalbum »0001« geschmeidig glänzend wie die Panther durch fabulöse Klangwelten zwischen treibendem Synthiewave, Disco-Überkandideltheit und selbstbewusstem Krautrock. Die süchtig machenden Keyboards von Fischer-Z, der überzüchtete Artpop der Talking Heads und John Carpenter´sche Halloween-Zitate tauschen tastende Küsse mit Neu! und Kraftwerk. Die ganz jungen U2 in ihrer Sturm- und Drangphase lungern blass und ungeduldig in der Nähe herum.

Songtitel brauchen die vier Schweden nicht. Unwiderstehliche Mittanz-Glanzlichter wie das leidenschaftliche »0008« stehen selbstbewusst für sich. This Is Head experimentieren, ohne zu verstören. Verbinden Leichtigkeit mit Präzision. Sind verträumt und trotzdem episch. Schaffen trotz aller Referenzen einen Aufbruch ins Eigene, Unbekannte. Und wirken dabei unverschämt aktuell und tanzbar. Das Quartett hängt die Latte für 2011 schon früh im Jahr sehr hoch. (emv)

 This Is Head: 0001

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/thsshd

   

The Album ID
(2013, Adrian Recordings/Broken Silence)

Wundertütenpop! Whoom! Woash! Nichts anderes als britzelnde Wunderkerzen-Funken entzünden This Is Head auf ihrem ungeheuer verspielten und aufregend experimentierfreudigen Zweitling »THE ALBUM ID«. Bewusst überkandidelte Fabulierlust ist es, was die Schweden antreibt. This Is Head jonglieren souverän mit den Versatzstücken von Disco, Synthiepop, Indie-Empfindsamkeit und psychedelischer Flower-Power, bis einem Hören und Sehen vergeht. Stilistisch steht man weiterhin knietief in den 80er Jahren. Mit dem Hang zu ausufernden Ausreizen repetitiver Strukturen wie im schön verschachtelten »Castaway« zollt man Prog-Jahrzehnt 70er Respekt.

This is Head sind Meister darin, fein die Balance zu halten: Sie kommen mitunter durchaus pompös daher, ohne dabei schwerfällig zu wirken. Sie sind euphorisch, aber geben sich ausgerechent im Song mit dem sonnigen Titel »Summertime« desillusioniert. Und am schönsten ist vielleicht der rein instrumetal eingespielte Track »XVI«, der eine ausgesprochen verträumete und gleichwohl anspruchsvolle Bildungsreise durch flüchtige Gefühlswelten von Endzwanzigern antritt. Lässt sich bestens tagträumen zu diesen Momentaufnahmen unterwegs nach Irgendwo! (emv)



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