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Alle Rezensionen zu Mire Kay
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Fortress
(2011, Tender Version/Alive TVR019)

Die kleine Form pflegen, das Kammerdramolett umarmen. Victoria Skoglund und Emelie Molin von den melancholischen Träumerinnen Audrey wagen sich auf ihrem Nebenprojekt Mire Kay in die experimentell-versponnene Ecke des Lo-Fi-Pop vor, mit einer deutlichen Vorliebe für die beunruhigenden Untertöne des Hinterlandcountry. Die beiden Musikerinnen dringen auf ihrer sechs Songs umfassenden EP »FORTRESS» in eigenwillige Gefühlswelten vor, in denen die Gewissheiten schwinden. Gleichwohl werden wir beruhigend gestreichelt von Emelie Molins Cello. Es geht hier ums Verschwinden, ums Vermissen und ums Verstecken. In gedämpften Klangfarben und in einer Hinwendung zu den Verschwurbeltheiten und Verfremdungen, wie sie Owen Pallett und seine Violine so gerne pflegen.

In der Großfamilie des Tender-Version-Labels finden die sanften Experimente von Skoglund und Molin ein sicheres Basislager, einfühlsam unterstützt von den Freunden Fredrik Karlsson alias Solander am Banjo und Jonas Björklund von Holmes an der Lap-Steel-Gitarre. Laute Töne sind Mire Kay ein Graus. Es sind die kleinen Veränderungen, die hier zählen. Der Kiesel, der ins Wasser geworfen wird. Verstörend kann das trotzdem sein. Aber auf die allersubtilste, zärtlichste Weise. (emv)



Siehe auch:
Audrey
Solander
Holmes

 Mire Kay: Fortress

Offizielle Website

Offizielle Website      http://mirekay.com

   

A Rising Tide Lifts All Boats
(2013, A TenderVersion/Alive TVR030)

Sie maunzen leise wie wie herbstmüde Katzen vor dem Kaminfeuer. Heimelig, aber mit einer melancholischen Unterströmung. Mire Kay setzen auf ihrm Debütalbum »A RISING TIDE LIFTS ALL BOATS« eigensinnig auf die reduzierten, leicht verhuschten Töne. Erweisen sich als Schwestern im Geiste der isländischen Sängerin Sóley. Emelie Molin und Victoria Skoglund erzählen kleine Alltagsgeschichten, die sich als hochkompliziert erweisen. Es geht hier um das Unbehaustsein in der Liebe, wie sie im Track »Great Lakes« deutlich machen. Sanft driftet man in weird-popfolkige Welten, in denen Molins Cello mitunter die einzige Wärmequelle ist. Versponnen sind sie, die Schwedinnen, aber auf eine angenehm unmittelbare Art.

Die Geschichten, die Mire Kay erzählen, können wie in »Rosbud« bisweilen garstige Untertöne haben. Bleiben aber irgendwie in der Schwebe zwischen Traum und Tag. Leicht schwindelig kann einem hier zumute werden, denn die beidem Musikerinnen haben keinerlei Berührungsängste vor leisen elektronischen Störgeräuschen wie im letzten Track »Murmur«. Für harmlose Gemütlichkeit ist in der Welt der Schwedinnen kein Raum. Gemischt wurde das Album übrigens in den USA von Tom Herber, der auch bei den wunderbaren Kammerpoppern Dark Dark Dark Hand angelegt hat. Passt! (emv)



Siehe auch:
Sóley



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