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Alle Rezensionen zu French Films
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Imaginary Future
(2011, GAEA Records/Cargo)

Party! Party! Ungehemmmt feiern, eine dicke Lippe riskieren und dabei billigend in Kauf nehmen, eine gehörige Limonaden-Dusche abzubekommen! French Films stürzen sich auf ihrem Debütalbum »IMAGINARY FUTURE« kopfüber in die Menge und retten den Abend mit ihrem putzmunterem Gute-Laune-Mix aus 60-ies Surfseligkeit, erzcoolem 80er-Wave und dezidiert britischer Underdog-Attitüde. Ums Schönspiel schert sich zu hallenden, bisweilen übersteuerten Gitarren und dem rauhen Charme der Stimme von Johannes Leppänen keiner. Viel wichtiger sind die ansteckend fröhlichen Refrains mit den hohen Widererkennungswert. Das Tempo ist flott und die Dynamik der Snare Drum bisweilen ungeheuer. Das muss der Überschuss jugendlichen Hormonen sein. Von Ferne grüßen die amerikanischen Cousins von The Drums, aber mit deren Stylishness haben die Finnen rein garnichts am Hut. Dafür ist ihnen der eigene Rotzigkeitsfaktor viel zu wichtig!

Es geht hier vorrangig ums Abtanzen bis zum Umfallen. Es geht hier ums Mitsingen, egal, wie gefährlich schräg das klingen mag. Es geht ums atemlose Lebendigsein und das Recht darauf, sich einen ganzen seligen Abend lang ungehemmt danebenzubenehmen. Was nicht heißt, dass Songs wie der unwiderstehlich tanzbare »Golden Sea« oder die emotionale Achterbahnfahrt von »Up The Hill« einfach gestrickte Surf-Pop-Hymnen seien. Nein, so simple sind French Films bei allem jugendlichem Überschwang nicht. Nörgler können anmerken, dass es den Jungspunden aus Espoo bisweilen an Variationsreichtum mangelt und sich so manche melodische Wiederholung einschleicht. Aber Nörgler sind Spaßbremsen! (emv)

 French Films: Imaginary Future

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/frenchfilmsofficial

   

The Golden Sea
(2010, GAEA Records)

Sommermusik, steppend, zitroneneisduftend, superlebendig: Die können wir zu jeder Jahreszeit gebrauchen. French Films, ein Quintett aus Helsinki, hat auf seiner vier Songs umfassenden EP »THE GOLDEN SEA« begriffen, dass der Welt unbedingt ausgelassene, harmoniesüchtige Uhuu-Gesänge und flotte Gitarrenharmonien fehlen. Die Indiepop-Herrlichkeit der 80er in ihrer optimistisch-träumerischen Ausrichtung ist hier die gute Fee, die mächtig Sternenstaub stieben lässt. New Order blinzeln verschwörerisch dazu, und die allzu sehr in Vergessenheit geratenen Men Without Hats stehen Pate. Die finnischen Großneffen der Australier sind aber sehr viel weniger pompös-selbstverliebt, sondern wollen einfach nur Spaß haben. Gut so! Mit angestrengtem Wollen kommt man nämlich nicht weit!

Sahnestück ist der ironisch glitzernde Gute-Laune-Titelsong, in dem es um nichts Geringeres als ums unbeschwerte Schlendern geht. Mit reichlich Tempo, frechen Keyboards und aufmüpfigen Gitarren. Und nein, sie sind nicht die finnischen The Drums, dazu sind sie viel zu bescheiden und restnaiv. Man möchte mit diesen Jungs unbedingt Kirschkerne spucken gehn. (emv)



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