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Alle Rezensionen zu Jonsson/Alter
(Genre »Beats«, Land »Schweden«)

 

2
(2013, Kontra-Musik/Clone KMO32)

Chillen für großstädtische Clubnomaden: Die beiden Berliner Exilschweden Henrik Jonsson und Joel Alter streifen auf ihrem simpel »2« betitelten zweiten Longplayer durch die Stunden nach Mitternacht und zelebrieren eine lässige wie latent arrogante Mischung aus Deep House und verschleppter Romantik. Neben Stakato-Beats dürfen die Synthies ungehemmt schwelgen. Eine Neuerung zum Debüt ist zu vermerken: Dosierte Vocals! Die Sängerin Kazumi deutet in Tracks wie dem feinen »Brevet Hem« (Brief nach Hause!) mehr an, als sie verspricht. Was bestens zu den flüchtigen Begegnungen auf der nächtlichen Tanzfläche passt.

Verspielter, aber unbedingt tanzbarer kommen die Schweden auf dem Zweitling daher. »Tuffa Sig« etwa unternimmt einen Ausflug in Richtung Techno, nur um auf halber Strecke Richtung Electro Funk á la Detroit abzubiegen. Dazu tanzen wir verlangsamt und fühlen, wie sich eine wohlige Wärme in uns ausbreitet! Jonsson/Alter sind auf dem Zweitling immer noch die hochintellektuellen Produzenten-Nerds, die aus endlosen Variationen und ausufernden Träumereien den höchsten Lustgewinn ziehen. Aber irgendwie fallen hier erste frühmorgendliche Sonnenstrahlen auf den Dancefloor! (emv)



Siehe auch:
Henrik Jonsson / Harold Budd

 Jonsson/Alter: 2

   

Mod
(2011, Kontra-Musik KM-022)

Lasst euch nichts erzählen — das Duo-Debüt, nach zwei Maxis, der beiden Schweden Joel Alter und Henrik Jonsson ist nicht der Knüller, der vielerorts behauptet wird. »MOD« spielt ganz gut im Hintergrund, wenn man House zum Entspannen nach dem Arbeitstag in der Bank braucht. Funky und smooth - doch letztlich passiert meist nicht genug über die Dreiviertelstunde der CD, um volle Aufmerksamkeit oder Anstoß zum Tanzen zu provozieren. Ironischerweise erhält man bei der Downloadversion drei Extra-Tracks, die es schon auf den bisherigen Maxis gab und die letztlich spannender und fantasievoller sind als der Rest der regulären CD. Am besten kommt ihr Sound ohnehin von Vinyl.

Positiv hervorzuheben ist, dass Jonsson und Alter drauf pfeifen, irgendwem was zeigen oder beweisen zu müssen. Sie arbeiten zudem daran, einen gemeinsamem Stil und Klang als Duo zu finden. Ihre Tracks gehen über sieben bis neun Minuten locker, entspannt ihren Weg - man kann es minimal oder monoton finden, knackig produziert ist dieser Mix aus Deep House und Techno allemal. Die Haltung der beiden Produzenten ist fast anachronistisch, es scheint sie nicht die Bohne zu kümmern, was derzeit angesagt ist und womit man die Massen begeistert. Das freut, auch wenn das Ergebnis weder neu oder überraschend ist. (ijb)



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