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Alle Rezensionen zu Siinai
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Olympic Games
(2011, Splendour/Cargo)

Die Sache ist ernst. Es geht schließlich um Medaillen, um Goldmedaillen! Um große Gefühle und erhabene Gesten. Siinai aus Helsinki zollen auf ihren Debütalbum »OLYMPIC GAMES« dem Vangelis-Soundrack zum Klassiker »Chariots Of Fire« und Leni Riefenstals Ästhetik gleichermaßen Tribut: Mit einer synthiedominierten Heldendsaga in episch-ausufernder Songlänge und einem respektvollen Kratzfuß vor dem rauschsubstanzverliebten, endlosschlaufen-süchtigen Krautrock der 70er. Siinai streben nach den Sternen, mit elektronischen Fanfaren und hochartifiziellen Engels-Chören. Puuh!

Das Quartett aus Helsinki, das sich übrigens aus Akteuren der experimentellen Retro-Krauter Joensuu 1685 und der Synthie-Jünger Zebra And Snake zusammensetzt, will viel und erreicht nicht alles: Trotz der emotionalen Dichte und kathartischen Ausbrüche in »Anthem Part 1 & Part 2« und der selbstbewusst-sensiblen Klangabenteuerei in »Munich 1972« scheinen die Vier nicht verstanden zu haben, dass eine stete Aneinanderreihung überlebensgroßer Emotionen auf Dauer ermüdet. Siinai vertändeln sich im Heldenland und driften bisweilen gefährlich in Richtung Beliebigkeit ab. Mehr bei sich scheinen die Musiker eher in meditativ-mäandernden, pianodominierten Tracks wie »Anthem Part 3« zu sein Was nicht heißt, dass es hier nicht großartige Momente gibt, in denen hysterisch übersteuerten Gitarren ein Außenseitersieg im Kampf gegen den wohlgenährten Synthie-Champion gelingt. Die Stunde des Siegers? Siinai haben sich mit den Erstling in den Vorläufen durchgesetzt. Das Finale steht noch aus. (emv)



Siehe auch:
Joensuu 1685

 Siinai: Olympic Games

Offizielle Website

Offizielle Website      http://siinai.tumblr.com



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