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Alle Rezensionen zu Andrés Þór Gunnlaugsson (Andres Thor)
(Genre »Jazz«, Land »Island«)

 

Mónókróm
(2012, Dimma DIM53)

Nach »Nýr dagur« und »Blik« sowie einigen tollen Auftritten als Sideman präsentiert Andrés Thór sein bislang reifstes und ausgefeiltestes Album als Leader. Es mag ein wenig in die Irre führen, dass eine so vielseitige und farbenreiche Sammlung einnehmender Eigenkompositionen ausgerechnet den Titel »MÓNÓKRÓM« bekommt. Die vier Musiker bedienen sich einer ganzen Menge - akustischer - Instrumente, allein Andrés Thór spielt vier verschiedene Gitarren und unterstreicht damit den Ruf, als der derzeit spannendsten skandinavischen Jazzgitarristen zu gelten. Neben den subtileren Färbungen der Dobro bereichert er die durchweg gelungenen instrumentalen Jazzsongs durch Lap-Steel- (auch als Hawaiigitarre bekannt) und Pedal-Steel-Gitarre.

Auch Sideman Agnar Már Magnússon bringt neben dem Piano noch Wurlitzer, Harmonium, Celesta und Mellotron mit ein. Gemeinsam mit Kontrabassist Þorgrímur Jónsson und Schlagzeuger Scott McLemore mischen die beiden Multiinstrumentalisten so viele feine Genreeinflüsse, dass einem - auf dem Papier - fast schwindlig wird. Lassen wir eine Aufzählung also am besten gleich sein... Doch keine Sorge: Ebenso wenig wie schwarz-weiß ist »MÓNÓKRÓM« ein rauschender Stilmix geworden. Stets unvorhersehbar und mit viel Fantasie, durchweg voller Energie und zugleich wunderbar entspannt, gestaltet Andrés Thór eine exzellente Jazzplatte, die auch für den Gelegenheits-Jazzhörer eine Freude sein dürfte! (ijb)



Siehe auch:
Andrés Thor & Nordic Quartet
Agnar Már Magnússon
Scott McLemore
Sunna Gunnlaugs Quartet

Andrés Þór Gunnlaugsson (Andres Thor): Mónókróm

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://andresthor.bandcamp.com

   

Blik
(2009, Dimma DIM 42)

Die isländische Jazz-Szene ist überschaubar, darin gehört Andrés Þór (nun ohne seinen Nachnamen Gunnlaugsson auf dem Cover) zu den etablierteren Musikern. Eine feine Balance hält der Gitarrist klanglich wie stilistisch zwischen eher älteren Standards und moderner Gitarre, manchmal kommen dem Hörer Assoziationen zu John Scofield vor 40 Jahren.

Mit Valdimar K. Sigurjónsson am Bass und Einar Scheving am Schlagzeug bildet er ein gut harmonierendes Trio. Im Repertoire konzentriert sich Andrés Þór Gunnlaugsson auf inzwischen in der Mottenkiste versenkte Standards: »Jitterbug Waltz«, »Lazy Bones« oder »I’ll Be Seeing You« werden heutzutage kaum gespielt, daher ist es durchaus erfreulich, dass die Isländer die alten Kracher wieder zu neuem Leben erwecken. Schön auch »Blame It On My Youth«, aber insgesamt gerät der neue »BLIK« auf die altehrwürdigen Stücke doch ein wenig altbacken. (tjk)

Audio-Link

   

Nýr Dagur
(2006, Dimma DIM21)

Seinem Solodebüt gab Gunnlaugsson den passenden Namen »Ein neuer Tag«. Doch so super entspannt und ein wenig altbacken wie dieser Titel daherkommt, bleibt häufig leider auch die Musik über die elf Stücke. Ein allzu »klassisches« Modern-Jazz-Album, dem ein wenig mehr Pfiff, mehr Witz, auch mehr Überraschung nicht schlecht gestanden hätte. Nett, aber auch kaum einnehmend der Titeltrack zum Einstieg: um »den schönen, kalten, zarten Morgen« im März 2002 geht es, an dem Gunnlaugssons erster Sohn geboren wurde, der den Namen Dagur bekam.

Es geht überhaupt viel um schöne Erinnerungen, schreibt der Gitarrist ausführlich im Beiheft. Ein Album zum In-der-Sonne-Liegen, mit einem angenehmen Getränk nebendran. So heißt eines der mit über sieben Minuten längsten Stücke »Barcelóna«, ein anderes gleich »Innere Ruhe«. Man merkt, dass Andrés Þór lange an den Songs gefeilt hat. Frisch und flott wird es zum Ende hin mit »Ytri«, einer einnehmenden Bluesnummer mit dem präsenten Sigurður Flosason am Altsaxofon, und dem heiteren »Hummus«, das schon fast ein bisschen aus den Ärmel geschüttelt wirkt und in dem Kontrabassist Valdimar K. Sigurjónsson und Schlagzeuger Scott McLemore einen munteren Rhythmus vorgeben. (ijb)



Siehe auch:
Sigurður Flosason

Audio-Link



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