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Alle Rezensionen zu Stratovarius
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Stratovarius
(2005, Sanctuary MYNSP040)

Kaum beruhigen sich die erhitzten Gemüter der Bandmitglieder (auf kurzzeitige Trennung folgt Versöhnung und anschließende Aufnahme eines neuen Albums), liefert der Song »Götterdämmerung«, trotz des Textes gegen das Dritte Reich, wegen eingefügten Samples aus Hitler-Reden für erneuten Zündstoff. Über mangelnde Aufmerksamkeit im Vorfeld der Veröffentlichung können die Finnen also nicht klagen.

»STRATOVARIUS« selbst erregt Aufmerksamkeit durch den für die Truppe untypischen, neuen Klang: Nur spärlich tauchen Doublebass-Rhythmen auf, Keyboarder Johansson hält sich dezent im Hintergrund; ohne Pomp, ohne Bombast agiert das Quintett. Stattdessen hardrocken sie mehr (»Just Carry On«) oder minder gekonnt (»Fight!!!«), und ein Opernsänger trällert gewöhnungsbedürftig in »Back To Madness«. Für eingefleischte Fans bleibt nur der Ausklang »United« mit Bläsern samt Keyboardmelodien – oder die Limited Edition mit Rockumentary und Photo-Booklet. (nat)



Siehe auch:
Thunderstone
Kotipelto
Dyecrest
Timo Tolkki

 Stratovarius: Stratovarius

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.stratovarius.com/pages/home.php

   

Unbreakable
(EP, 2013, earmusic 0208483ERE)

Um die Wartezeit auf ihr kommendes Album »NEMESIS« zu verkürzen, veröffentlichen Stratovarius die limitierte EP »UNBREAKABLE«. Wer nun erfährt, dass ihn hier außer dem Titelstück lediglich vier neu remasterte, alte Songs erwarten, der fragt sich: Wozu das Ganze? Geldmacherei?

Pluspunkt: Das neue dramatisch-monumentale Stück, das ganz gut vermittelt, was Gitarrist Matias Kupiainen damit sagen will: »Manchmal kannst du (…) das wirklich Wichtige erkennen. Und wenn (…) du dieses Gefühl hast, du seiest unbesiegbar, unverwüstlich, dann solltest du Inne halten und dieses Gefühl genießen«.
Fazit: Wer schon immer Falling Star (»POLARIS« 2009), »The Game Never Ends« (»ELYSIUM« 2011), »Freedom« (»INFINITE« 2000) und »Why Are We Here« (»INTERMISSION« 2001) neu aufgehübscht hören wollte, der greife zu. Alle anderen fragen sich »Why Are We Here«? und warten besser auf »NEMESIS« um sich »Unbreakable« dort anhören. (nat)

   

Elements Part II
(2003, Nuclear Blast NB 1176-2)

Pompöses Keyboard, perfekt getimter Bass und Schlagzeug, sauber gespielte Gitarrenparts – der für finnische (Metal)Bands eher unüblich hohe Gesang allerdings ist gewöhnungsbedürftig. Der Beliebtheit der Finnen schadet der fehlende Stimmbruch jedoch nicht: Goldene Schallplatten, Kultstatus in Japan, Europa und Südamerika und das bis dato vierzehnte Werk (Live-Alben mitgezählt) sprechen für sich.

Nachdem sich das Besetzungskarussell bis zum »EPISODE«-Album wild gedreht hat, entstand das »klassische« Line-Up: Gitarrist und Bandgründer Timo Tolkki, Sänger Timo Kotipelto, Bassist Jari Kanulainen, Keyboarder Jens Johansson und der deutsche Schlagzeuger Jörg Michael (Ex-Running Wild, Rage) schufen ein abwechslungsreiches Album, irgendwo zwischen dramatisch opernartig (»Liberty«) und heavy (»I Walk To My Own Song«). (nat)

   

Elements Part I
(2003, Nuclear Blast NB 1176)

Die Stücke des finnisch-schwedisch-deutschen Quintetts brechen fast zusammen unter solch bombastischem Aufgebot wie im Metal-Epos »Papillon«: Auf Spinett und fragiles Chorknaben-Stimmchen folgt ein komplettes Orchester plus 46-köpfigem (!) Chor. Jener sorgt für entsprechende Theatralik und steigert diese gar noch im zwölfminütigen »Elements«.

Flöte und Akkordeon akzentuieren das ruhigere »Fantasia«, kontrastieren zum Doublebassdrum-dominierten »Learning To Fly«. Weitschweifig, klassisch betont, mal pfeilgleich, mal ruhig feiern Stratovarius sich selbst, erklimmt Kotipeltos Stimme den Gipfel der Tonleiter: »Find Your Own Voice« – ja, das hat er wohl. (nat)



Siehe auch:
Corporal Punishment

   

Intermission
(2001, Nuclear Blast NB 0586)

Zwiespältiges Trostpflaster für die Fans während Stratovarius' Auszeit, die mit »INTERMISSION« beginnt und bis zum Jahre 2003 andauert: Vier neue Stücke zwischen dem rasanten »Will My Soul Ever Rest In Peace«, einem Midtempo und dem locker luftigem Instrumental »Requiem« bieten die Finnen auf der Zusammenstellung.

Dazu veröffentlichen sie bis dato in Europa nicht erhältliche Japan-Bonustracks, Livesongs und etliche fragwürdige Cover von Rainbow und Judas Priest, bei denen die Originale eindeutig besser klingen. Doch das mögen Stratos-Anhänger selbst entscheiden – alle anderen kaufen dieses Album sowieso nicht. (nat)

   

Infinite
(2000, Nuclear Blast NB 0464)

Die Finnen meißeln das schnelle »Hunting High And Low« dank des Mitsing-Refrains und kräftiger Melodie sofort in die Ohren. Im gleichen Stil jagen sie weiter durch das zum Veröffentlichungsdatum passende »Millenium« – Unwort des Jahres 2000! Knall auf Fall ziehen Stratovarius die Handbremse an; die Ballade »Mother Gaia« seufzt aus den Boxen, und beflügelt geben sie zu »Phoenix« wieder Gas, fast nonstop bis zum Ende.

Natürlich darf der obligatorische XL-Track nicht fehlen – »Infinity« nennt er sich hier. Melodische Power Metal-Fans sollten reinhören, doch die Ausnahmescheibe »VISIONS« kann es nicht übertreffen. (nat)

   

The Chosen Ones
(1999, Modern Music Records TT 0045-9)

Unzählige Studioalben sowie ein Live-Doppelalbum nennst du schon dein eigen; Sammlerherz was begehrst du mehr? Möglicherweise diese Sammlung großer Stratovarius-Hits (zumindest bis zum Jahre 1999) und angeblich ausgewählt von ihren Anhängern. Die Palette reicht von Balladen bis Tempo-Orgien, jedoch immer mit dem charakteristischen Hymnen-Klang.

Den Anfang macht ein Klassiker: »Black Diamond«. Danach wechseln sich Melancholiker wie »Twilight Time« oder Kracher in Lichtgeschwindigkeit »Speed Of Light« scheinbar willkürlich ab. Egal, die Fans haben entschieden: »THE CHOSEN ONES« kommt ohne bis dato unveröffentlichte Stücke aus, ein echtes »Best-Of« also, von Fans für Fans. (nat)

   

Visions Of Europe
(1998, T&T 0038-2)

Wie der Name schon impliziert zeichnet eine Power Metal-Band ausnahmsweise nicht in Japan auf: Timo Kotipelto stellte das Dopppelalbum aus zwei Konzerten der »VISIONS«-Tour in Mailand und Athen zusammen. Die meisten Stücke stammen logischerweise von »VISIONS«, einige von »EPISODE«.

Dynamisch zelebrieren Stratovarius »Kiss Of Judas« und erobern rasant das südeuropäische Publikum mit »Speed Of Light«. Viel spielfreudiger als auf ihren Studioalben toben sie durch das Set und spielen virtuose »Holy Solos«, bei denen Jörg Michael fast sein Drumkit zertrümmert. So stellt sich der Fan eine anständige Live-Scheibe vor. (nat)

   

Visions
(1997, T&T TT-0031-2)

Auf »VISIONS« feiern Stratovarius einen der Fan-Favoriten schlechthin ab: »Black Diamond« wartet mit hochkarätigen Gitarren- und Tastenorgien aus dem Hause Tolkki/Johansson auf. Der Rest steht dem Vorzeigesong nur wenig nach; Tolkki stellt seine Songwriterqualitäten bei den Midtempostücken ebenso unter Beweis wie bei der klagenden Ballade »Before The Winter«.

In »Holy Light« flitzen Timos Finger solange mit denen Johanssons um die Wette, bis sie einer der beiden durch silberhelle Ruheklänge jählings schockgefriert, doch blitzschnell tauen sie wieder auf, und weiter geht's. Zum Abschluss krönt der monumentale, zehnminütige Titelsong den bis dato besten Longplayer – wirklich eine Klasse für sich. (nat)

   

Episode
(1996, T&T/Soulfood TT-00222)

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Auf dem Fünftling »EPISODE«, der bis auf »Speed Of Light« durch den Midtempo-Bereich rauscht, tauchen schon wieder zwei neue Gesichter auf: Zum einen der begehrte Studiodrummer Jörg Michael, zum anderen Keyboarder Jens Johansson (Silver Mountain/ Malmsteen/ Dio).

Glücklich vereint erklimmen die Finnen technisches Höchstniveau und zelebrieren auf dem Melodic Metal-Gipfel starke Refrains, hörenswerte Gitarrensoli – herausragend in »Will The Sun Rise?« – und chorale Refrains. Kotipelto bezwingt stimmlich sogar noch das Gipfelkreuz ... diese Höhen überlebt nicht jeder Hörer ohne Sauerstoffgerät. (nat)

   

Fourth Dimension
(1995, T&T/Soulfood TT-00142)

Wie das Cover trippeln auch einige der Songs auf »FOURTH DIMENSION« zuweilen gefährlich nah am Kitsch-Abgrund entlang, »Galaxies« schwebt sogar schon drüber. Verschwenderisch drapiert Ikonen seine Keyboards und Tolkki turnt agil – im instrumentalen »Stratovarius« fast barock – über das Griffbrett.

Der neue Mikromann Kotipelto feiert zwischen bodenständig und himmelhoch jauchzend gebührend seinen Einstand; so kann sich Ex-Fronter Tolkki ganz dem Arrangement, Produktion und Layout des Viertlings widmen ... abgesehen von solchen Nebensächlichkeiten wie seinem Soloalbum oder der Japantour natürlich. (nat)

   

Dreamspace
(1994, Modern Music Records TT 0008-2)

Schnelles Drumming, wimmernde Gitarren, hohe Töne – und ein kurzweiliges Album. Auf dem Drittling heißt der Mann am Mikro noch Timi Tolkki, der später nur noch die Klampfe schwingt und den Gesang Timo Kotipelto überlässt. Mit seinen Mitstreitern auf »DREAMSPACE« – Trommler Tuomo Lassila, Bassist, Jari Kainulainen plus Keyboarder Antti Ikonen – trägt er seine Power Metal-Botschaft in die Welt.

Doch mehr noch: Neben seinen Texten von Träumen und Mystik handelt er ganz nebenbei Umweltprobleme in »We Are The Future« ab oder warnt vorm »4th Reich«. Nur die »Reign Of Terror«-Riffs kupferten Stratovarius gar zu plump von Megadeths »Symphony Of Destruction« ab. (nat)

   

Twilight Time
(1992, T&T TT-002-2)

Timo Tolkki klampft und singt auf dem Zweitling, der in der Heimat selbstveröffentlicht unter »STRATOVARIUS II« läuft, aber in Japan zum bestverkauften Importalbum avanciert. Da sich der Basser Jari Behm vom Acker macht, spielt Tolkki kurzerhand dessen Parts auch noch ein, bevor Jari Kainulainen zu Band stößt.

Die eher traditionelleren Heavy-Songs passen besser zu Tolkkis weniger variablen Stimme als die des späteren mit Fronter Kotipelto. Schwere Riffs und Tempowexel kennzeichnen den Titelsong, der neben »The Hands Of Time« oder dem leichtfüßigen »Out Of The Shadows« immer noch in der Gunst der Fans steht. Manko: Die Produktion. (nat)

   

Fright Night
(1989, Columbia/Sony Music 5 099747 429026)

Offiziell operieren die Finnen auf dem talentvollen Erstling als Trio: Professor Timo Tolkki singt und klampft, und die beiden Oberärzte Jyrki Lentonen/Tuomo Lassila behandeln den Patienten mit Bass/Schlagzeug. Als Handlanger legt das spätere Vollmitglied Antti Ikonen die Keyboard-Infusion. Großzügig verteilen die finnischen Doktoren eine Powermetal-Mixtur aus Helloween plus Yngwie Malmsteen auf selbstgebrauter Basis.

Neun Löffel Gitarrenorgien verabreichen Stratovarius dem Behandlungsbedürftigen, kurieren ihn durch klassische Metalmelodien mit Hang zu Hymnen. »FRIGHT NIGHT« verspricht eine baldige Genesung – für Menschen mit Powermetal-Allergie allerdings ungeeignet. (nat)



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